1 von 100 Millionen gegen Kinderarbeit

Etwa 157 Millionen Kinder müssen weltweit arbeiten. Und damit ist nicht gemeint, dass sie mal eine Stunde im Haushalt helfen. Sie schuften auf Feldern, in Bergwerken oder als Haushaltshilfen.

Kind repariert ein Auto

Ein Kind repariert in Indien ein Auto
Foto: PxHere

Kinderarbeit meint, dass Kinder eine meist körperliche und oft auch gefährliche Tätigkeit tagtäglich mehrere Stunden ausüben. Oft sind die Familien der Kinder darauf angewiesen, dass jedes Familienmitglied arbeiten geht, um das Überleben zu sichern. Das bedeutet dann, dass der zwölfjährige Sohn nicht in die Schule geschickt wird, sondern an den Ampeln Autoscheiben sauber macht. Oder die 13-jährige Tochter nicht lesen und rechnen lernt, sondern in anderen Haushalten putzt.

Diese Familien sind darauf angewiesen, dass Hilfsorganisationen ihnen Möglichkeiten für eine Ausbildung der Kinder zeigen und sie darin unterstützen, dass die Familie trotzdem versorgt ist. Auch mehrere unserer Projektpartner von Aktion Hoffnungszeichen investieren sich an dieser Stelle.

Wie YMCAs Kinderarbeit entgegenwirken

In Indien zum Beispiel haben YMCAs in Ranchi und Bhubaneswar Kindergärten und schulergänzende Angebote in Slums eingerichtet. Hier lernen Kinder lesen, schreiben und rechnen. Oft erhalten die Kinder auch ein Mittagessen, so dass mit dem Schulbesuch auch die Versorgung des Kindes gewährleistet ist. Sie zeigen den Familien, wie wichtig eine gute Ausbildung dafür ist, den Kreis der Armut zu durchbrechen und langfristig bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen.

In Peru führt der YMCA in Lima schon mehrere Jahre ein Straßenkinderprojekt durch. So können Kinder in der Zeit, in der ihre Eltern noch arbeiten, zum YMCA gehen und sind nicht mit ihnen auf der Straße unterwegs. Der YMCA begleitet die Familien, bietet Kurse zur Unternehmensgründung an und hilft Eltern, ihr Einkommen so abzusichern, dass die Kinder zu Schule gehen können. Sind die Familien wirtschaftlich besser versorgt, dann sind sie nicht mehr darauf angewiesen, dass ihre Kinder Geld verdienen.

In anderen Projekten wiederum werden Schulstipendien, Schuluniform und Lehrmaterial finanziert, damit Kinder überhaupt zur Schule gehen können. Mit diesen und ähnlichen Projekten setzen sich YMCAs weltweit für Kinder und ihre Familien ein und wirken auf die Bekämpfung von Kinderarbeit ein.

#1von100Millonen Hansjörg Kopp

Wir setzen uns ein gegen Kinderarbeit

Wir sind 1 von 100 Millionen – und du?

Der 12. Juni ist der Welttag der Kinderarbeit. Als CVJM setzen wir uns dafür ein, dass Kinderarbeit entgegengewirkt wird. Deshalb unterstützen wir an diesem Tag die Kampagne #1von100Millionen.

Werde auch du 1 von 100 Millionen: Male dir die Zahl 1 auf oder drucke sie aus. Poste ein Bild von dir mit der Zahl 1 und #1von100Millionen, um zu zeigen, dass du eine bzw. einer von 100 Millionen bist, die Kinderarbeit nicht weiter tolerieren.

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