Zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit

Am 20. Februar ist der Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Die Vereinten Nationen haben ihn 2007 eingeführt und 2009 wurde er erstmals offiziell begangen. Dieser Tag soll an das Leitbild der sozialen Gerechtigkeit erinnern.

I was a stranger and you took me in

„Ich war ein Fremder und ihr habt mich aufgenommen.“ Text auf dem Oblisken zur Documenta 2017 in Kassel

Soziale Gerechtigkeit ist ein Schlagwort, das uns immer wieder begegnet und trotzdem oft nicht eindeutig ist. Soziale Gerechtigkeit kann sich auf mehrere Dimensionen beziehen: auf Chancengerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit; Generationengerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit oder auch Teilhabegerechtigkeit.

Es ist ein Thema, das uns Christen stets auch in der Bibel begegnet. Soziale Gerechtigkeit spielt in der Geschichte Gottes mit uns Menschen eine zentrale Rolle.

Gerechtigkeit als Wesenszug und Sehnsucht Gottes

Gerechtigkeit ist Teil von Gottes Wesen und ist seine Sehnsucht: „Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach“ (Amos 5,24).

Dabei ist Gerechtigkeit in der Bibel als ein Beziehungsbegriff zu verstehen. Es geht darum, dass beide Seiten einer Beziehung in einem gerechten Verhältnis zueinander stehen sollen.

Die Menschen sind nach Gottes Ebenbild geschaffen, das bedeutet für mich zum einen, dass mir in jedem Menschen Gott begegnet. Jesus selbst hat uns darauf hingewiesen: „Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war ein Fremder und ihr habt mich aufgenommen […]“ (Mt 25,35).

Für mich heißt das auch, dass in jeder Begegnung, in jedem Miteinander meine Gottesbeziehung lebt. Ebenso in jeder Wahrnehmung von wirtschaftlichen oder sozialen Ungerechtigkeiten, von Missständen, von Ausgrenzung, von Vernachlässigung. Jesus selbst ist immer wieder in ungerechte Verhältnisse eingetreten, er hat sich den Außenstehenden, den Notleidenden, den Kranken, den Armen zugewandt. Das ist unser Auftrag auch heute.

Gerechtigkeit als eine Dimension der Entwicklungszusammenarbeit

Im Bereich der christlichen Entwicklungszusammenarbeit ist Gerechtigkeit eine Dimension unseres Handelns neben Partnerschaft, Transformation und Nächstenliebe als Motivation. Und ist somit eine wichtige Dimension von Aktion Hoffnungszeichen.

Auf welche Art und Weise Aktion Hoffnungszeichen auf soziale Gerechtigkeit hinwirkt, könnt ihr im folgenden Video erfahren. In diesem stellen wir euch die vier neu formulierten Projektbereiche vor:

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