„Die Stärke eines funktionierenden Teams wurde mir ganz neu bewusst“

Timo Mildner, Student an der CVJM-Hochschule, berichtet von seinem Praxissemester in der CVJM-Schulsozialarbeit Lörrach:

Timo Mildner

Timo Mildner

Timo, wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Mein Praxissemester habe ich in der CVJM-Schulsozialarbeit am Campus Rosenfels in Lörrach bei Basel gemacht.

Auf einer Sommerfreizeit des CVJM Baden hat mich mein späterer Anleiter auf die Stelle aufmerksam gemacht.

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Mein Aufgabenfeld war sehr vielseitig. Insbesondere zählten verschiedenartige Klassenaktionen, soziale Gruppenangebote und der tägliche Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern zu meinen Kernaufgaben. Ferner war Büroarbeit und Dokumentation Teil meines Alltags.

Weitere Aufgabenschwerpunkte konnte ich selbstständig setzen und organisierte unter anderem ein Tischkicker-Turnier und entwickelte Kooperationsübungen für die Klassenaktionen.

Was hat dir am meisten Freude bereitet? Welche erlernten Theorien aus dem Studium konntest du umsetzen?

Jeden Dienstag bot ich ein sozialpädagogisches Gruppenangebot („Action-Treff“) an, was mir sehr viel Freude bereitete. Ich hatte große Freiheiten, was die Umsetzung anging und konnte in hohem Maße kreativ werden. Durch das wöchentliche Angebot konnte ich eine Beziehung zu den Teilnehmenden aufbauen und gleichzeitig die erlernten Gruppenphasen beobachten.

Blick in die Turnhalle

Der Action-Treff

Da ich mit Schülerinnen und Schülern aus vielen verschiedenen Milieus zu tun hatte, halfen mir vor allem meine Erkenntnisse aus den soziologischen Vorlesungen.

Was war deine größte Herausforderung?

Durch die ständigen Reflexionsmöglichkeiten im Team der Schulsozialarbeit konnte ich mein früher mehr intuitives Handeln auf ein professionelleres Niveau heben. Die Stärke eines funktionierenden Teams, welches sich gegenseitig trägt und unterstützt, wurde mir ganz neu bewusst.

Der wertschätzende Umgang mit den Klientinnen und Klienten, der in den christlichen Werten des CVJM gegründet ist, verdeutlichte den Anspruch, „Licht“ auf dem Campus zu sein.

Campus Rosenfels von oben

Campus Rosenfels

Einige Tage waren etwas ruhiger und ich war herausgefordert, konzeptionelle Arbeit, also ohne direkten Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern, zu leisten.

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe auch hauptberuflich nachzugehen?

Ja, zu einem späteren Zeitpunkt! Ich wünsche mir in den ersten Jahren meines Berufslebens noch mehr direkten Kontakt zu den Klientinnen und Klienten.

Danach kann ich mir aber sehr gut vorstellen, zu diesem abwechslungsreichen und wichtigen Angebot der Kinder- und Jugendhilfe zurückzukehren. Vor allem, wenn bis dahin insgesamt noch mehr Stellen eingerichtet wurden und Schulsozialarbeiter weniger als Einzelkämpfer arbeiten müssen.

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