175 Gründe

Lasst uns feiern

Die Geburtstagsparty des Jahres steht vor der Tür: Der CVJM wird 175 Jahre jung. Also 175 Gründe zu feiern und sicherlich noch viele, viele mehr. Denn jeder CVJM-Ortsverein kann seine eigene Party planen und sich Gedanken machen, warum wir das Jubiläum am 6. Juni begehen.

Aber: Warum feiern wir eigentlich? Hier der Versuch einer Sammlung.

Am offensichtlichsten ist, dass so ein besonderer Geburtstag gebührend gefeiert werden MUSS! Omas Achtzigsten lässt man ja auch nicht einfach so verstreichen.

Andererseits feiern wir, weil es ein toller Anlass ist, anderen Leuten von unserer Arbeit zu erzählen, die wir jeden Tag vor Ort leisten. Oder uns liegt etwas daran, dass wir in einer weltweiten Gemeinschaft feiern.

George Williams und die anderen Gründungsmitglieder hätten sich wohl niemals träumen lassen, dass wir das Jubiläum dieses Jahr gemeinsam in 120 Ländern weltweit feiern. Oder wir feiern unsere lebendige und vielseitige CVJM-Geschichte: Als weltweite Jugendbewegung haben wir zwei Sportarten erfunden, den Friedensnobelpreis für unser Engagement in der Kriegsgefangenenhilfe empfangen, die christliche Erneuerung in Osteuropa nach dem Fall des Eisernen Vorhangs unterstützt und vieles mehr.

Natürlich geht es auch darum, dass wir den Grund und Boden unserer Arbeit feiern, unseren Herrn Jesus Christus. Oder wie es unser Generalsekretär Hansjörg Kopp formuliert: »Wir feiern nicht Erinnerung, sondern erinnern uns an die Leidenschaft derer, die den CVJM gegründet haben, weil sie das Leben anderer durch Jesus Christus besser machen wollten.«

Also: Warum feierst du? Warum feiert dein CVJM am 6. Juni 2019? Mache dir Gedanken! Und schick uns deine kreativen Ideen für das Jubiläum an 175[at]cvjm.de

Weitere Infos auf www.cvjm.de/175

Artikel aus dem CVJM Magazin 1/2019. Das gesamte Heft gibt es unter www.cvjm.de/magazin zum Nachlesen.

Kommentare  Feed für diese Kommentare abonnieren

  1. Liebe Leute,
    wäre ein solches Jubiläum nicht auch Anlass, sich kritisch mit der Geschichte auseinander zu setzen? Der CVJM war nicht immer ein weltoffener, friedliebender und toleranter Verein von jungen Menschen. Die Machtübernahme Hitlers begrüßten die CVJM – Bundeswarte am 25. März 1933 wie folgt:
    „Eine neue Stunde deutscher Geschichte schlägt! Hart am Abgrund des Bolschewismus wurde Deutschlands Schicksal zum neuen Staat noch einmal zurück gerissen. Eine starke Staatsführung ruft alle Deutschen zur letzten Verantwortung. In dieser Stunde soll die evangelische Jugend wissen, daß ihre Führerschaft ein freudiges Ja zum Aufbruch der deutschen Nation sagt. Die Erkenntnis, daß es um eine Erneuerung der Lebensgrundlagen alles Volkstums geht, trifft das evangelische Jugendwerk im Herzstück seiner geschichtlichen Sendung und ruft es zum Einsatz von Gut und Blut. Evangelische Jugend weiß, daß in dieser Stunde die lebendigen Kräfte des Evangeliums allein Rettung, Erneuerung aus Verfall und Untergang bringen. So treten wir als evangelische Jugend erneut unter Gottes Befehlsgewalt und Verheißung. Der heilige Gott richtet Zersetzung und Zerfall in Sitten, Beruf, Familie und Staat. Darum kann die Haltung der jungen evangelischen Front in diesen Tagen keine andere sein als die einer leidenschaftlichen Teilnahme an dem Schicksal unseres Volkes und zugleich eine radikale Entschlossenheit, wie sie das Wort Gottes fordert.“
    Erschreckend, oder? Was meint ihr heute dazu?

    • Lieber Herr Stolz,

      zum Feiern gehört natürlich auch immer eine Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit. Im Buch „Glauben, Wagen, Handeln. Eine Geschichte der CVJM-Bewegung in Deutschland“ von Walter Stursberg wird die Geschichte des CVJM im Dritten Reich kritisch betrachtet.

      Herzliche Grüße aus dem CVJM Deutschland.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)