Können wir das Klima retten?

[Ein Beitrag von Silke Bölts, CVJM Norddeutschland]

Der CVJM bei der Weltklimakonferenz

In Polen wurde vom 3. bis 14. Dezember über Klimaschutz verhandelt, denn in dieser Zeit fand die Weltklimakonferenz COP24 statt. Nach Bonn im letzten Jahr kamen die internationalen Klimapolitikerinnen und -politiker nun im schlesischen Kattowitz zusammen.

Das YMCA-Team mit den deutschen Teilnehmerinnen Silke Bölts und Stefanie Tornow

Silke Bölts engagiert sich in ihrem CVJM-Ortsverein in Bad Zwischenahn und im Bereich CVJM weltweit des CVJM Deutschland. Sie nahm am Programm des CVJM-Weltbunds bei der COP24 teil:

Der CVJM-Weltbund hat eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema Umwelt beschäftigt. In regelmäßigen Treffen tauschen sich Jugendliche und junge Erwachsene über das Internet aus und planen ihre Aktivitäten. Im Rahmen dieser Arbeit fährt jährlich auch eine Gruppe zur Weltklimakonferenz. Als Beobachterinnen und Beobachter angemeldet und zugelassen haben die CVJM-Mitglieder Zugang zu den Verhandlungen.

In den Verhandlungen entscheiden die Ministerinnen und Minister der verschiedenen Länder zusammen mit ihren Delegationen, wie stark sie sich für den Klimaschutz einsetzen wollen.

Fest steht, dass die Treibhausgasemissionen begrenzt werden müssen und sich das globale Klima nicht weiter erwärmen darf. Hitzesommer, starke Stürme und der Meeresspiegelanstieg sind nur einige Beispiele für mögliche Folgen. Mit jedem Grad mehr wird es immer wahrscheinlicher, dass sich unsere Umwelt grundlegend verändert.

Jungdeligierte treffen sich mit Politikerinnen und Politkern
Bild: Sascha Hilgers

Vor drei Jahren wurde bei der Klimakonferenz in Paris beschlossen, dass sich das Weltklima durchschnittlich um nicht mehr als 2 °C gegenüber dem Niveau vor der Industrialisierung erwärmen soll. Darüber hinaus soll sich spätestens ab 2050 die Kohlenstoffkonzentration in der Atmosphäre nicht mehr erhöhen.

Ein Vorsatz wurde in Paris gefasst, aktuell wird über die Umsetzung gestritten. Das Ziel ist es, ein Regelwerk zu schaffen, dass die Klimaschutzanstrengungen aller Länder vergleichbar macht. Darüber hinaus wird darüber gesprochen, wie der Übergang in eine Welt ohne fossile Energien gesellschaftlich möglich ist.

Einige Staaten jedoch bremsen die Klimaverhandlungen aus, weil ihre Wirtschaft von fossilen Energien abhängt. Andere Länder wiederum haben ein sehr starkes Interesse, keine klimaschädlichen Gase mehr auszustoßen, da davon ihre Existenz abhängt. Pazifische Inselstaaten, wie z. B. Tuvalu, würden ziemlich bald im Ozean versinken und die Bewohnerinnen und Bewohner müssten ihre Heimat verlassen, wenn sich die Temperatur um mehr als 1.5 °C erhöht. Problematisch dabei ist, dass wir bereits eine Temperaturerhöhung von einem Grad haben.

Doch kürzlich hat der Weltklimarat IPCC einen Bericht veröffentlicht, der besagt, dass die Begrenzung der globalen Erwärmung unter 2° C noch möglich ist.

Jugenddelegierte aus Deutschland diskutieren mit der Ministerin Schulze
Bild: Sascha Hilgers

Beobachterinnen und Beobachter bei der Weltklimakonferenz können zwar nicht selbst verhandeln oder Entscheidungen treffen. Jedoch kann mit witzigen und kreativen Aktionen gegen mangelndes Tempo bei den Verhandlungen protestiert werden. Außerdem können sie kritische Fragen stellen und mit Entscheidungstragenden ins Gespräch kommen.

Über das eigene Verhalten nachzudenken ist wichtig. Der eigene Lebensstil sollte klimafreundlich gestaltet werden.

Doch genauso wichtig ist es, den Politikerinnen und Politikern zu zeigen, dass der Zivilgesellschaft ehrgeiziger Klimaschutz wichtig ist. Denn es hilft nicht, allein darauf zu warten, dass ‚die da oben‘ das schon regeln werden.

Silke Bölts, CVJM Norddeutschland

 

Kommentare  Feed für diese Kommentare abonnieren

  1. Das Thema „Klima“ darf nicht zur Ideologie werden. Der aktuelle Hype ist für mich politisch gesteuert, so schürt man Ängste!! Aber auf

    dem Boden der Angst ist noch nie etwas gutes gewachsen. Wir können die Welt nicht retten (nichts desto trotz müssen wir verantwortlich mit der Schöpfung umgehen),
    aber in Jesus ist die „Welt“ schon gerettet.
    Professor Leisenberg, Naturwissentschaftler hat dazu einen Artikel geschrieben in dem christlichen Heft Z

    • Guten Tag Frau Berger,
      das Thema Klima ist derzeit ein wichtiges Thema, das u.a. auch von jungen Leuten eingebracht wird, weil es ihre Zukunft betrifft. Dem dürfen und sollen wir uns stellen. Nicht ideologisch, sondern sachlich und als Christinnen und Christen in Verantwortung vor Gott, der uns seine wunderbare Schöpfung anvertraut hat.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Gerhard Wiebe, CVJM Deutschland


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)