Gemeinschaft erfahren – Veränderung leben

[ein Beitrag von Christina Büchle]

Erste Präsenzwoche des Masterstudiengangs Transformationsstudien

3…2…1… „Bing“ – eine imaginäre Fahrstuhltür öffnet sich. 60 Sekunden Zeit, bis der Fahrstuhl sein Ziel erreicht. Das muss ausreichen, um mein Gegenüber (eine potenzielle Vorgesetzte, ein Multiplikator o. ä.) von meiner Projektidee zu überzeugen. Herausfordernd.

Diese Übung hat uns Studierende zuerst in leichte Panik versetzt, aber die Ergebnisse waren überzeugend und bewegend. Der „elevator pitch“ war Teil des „Innovation Camps“, das in die erste Präsenzwoche des neuen Masterstudiengangs Transformationsstudien integriert war.

Wir haben uns damit auseinandergesetzt, was unsere Leidenschaften und Herzensanliegen sind und welche praktische Umsetzung wir daraus entwickeln können.

Was dabei alle Projekte eint, ist die Sehnsucht, den Anliegen, Sorgen und Nöten der Menschen in unseren Vereinen, Städten und Nachbarschaften zu begegnen.

Gelebte Transformation

Mit sehr guten und erfahrenen Dozenten haben wir intensiv darüber nachgedacht, was Mission in der heutigen Zeit bedeutet, wie wir Theologie und Soziale Arbeit zusammendenken und Reich Gottes leben können. Diese Auseinandersetzungen zum Thema Transformation helfen, einen Weg zu finden, nicht in Resignation oder Aktivismus zu verfallen, sondern leidenschaftlich und nachhaltig verschiedene Themen anzugehen – und das nicht nur theoretisch, sondern von Beginn an auch durch die Durchführung eines Praxisprojektes aktiv und alltagsnah.

Dieses gemeinsame Anliegen verbindet. 21 Studierende aus den unterschiedlichsten Kontexten kamen zum ersten Mal in Kassel zusammen: aus CVJM-Vereinen, unterschiedlichen Landes- und Freikirchen, Sozialarbeiter, Quereinsteiger aus der Wirtschaft, Jugendreferenten und Pfarrer, Ältere und Jüngere, aus Norden, Süden, Osten und Westen.

Es hat uns selbst überrascht, wie schnell und gut eine Gemeinschaft entstanden ist. Wir wurden bereichert durch viel gemeinsames Lachen, tiefe und gute Gespräche und Diskussionen. Wir freuen uns, dass wir uns neben dem Online-Studium auch regelmäßig in regionalen Intervisionsgruppen treffen und dort weiter voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen können.

Für mich ist das gelebte Transformation: Von anderen Menschen lasse ich mich berühren, inspirieren und verändern und stehe zugleich aktiv für meine und Gottes Gedanken und Anliegen ein.

Eine intensive Woche, die neu motiviert und Mut gemacht hat zurückzugehen in unsere Arbeitsfelder und das Erlebte dort anzuwenden und mit Vorfreude auf die nächsten zweieinhalb Jahre Studium zu blicken.

Christina Büchle

 

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