Eine Steuerprüferin beim YMCA Kenya

Zusammen, was zusammengehört!?

Internationale Arbeit im CVJM kann ganz unterschiedliche Ausprägungen haben und manchmal ergeben sich Gelegenheiten zu internationalem Austausch, wo man sie auf den ersten Blick gar nicht vermuten würde.

Sonja Goldstein (CVJM Baden, Arbeitsbereich weltweit, Ortsverein Hagsfeld) lässt uns an ihrer ganz persönlichen Erfahrung teilhaben:

Sonja Goldstein besuchte im Mai auch den Kibera Slum

„Nach einem Insight-Trip dieses Jahr im Mai hatte mich das ‚Afrika-Fieber‘ gepackt. Ich wollte einen tieferen Einblick gewinnen und einen Kurzeinsatz machen. Aber was tun? Eine Steuerprüferin als Volunteer? Geht das überhaupt? Buchhaltung gab es jedenfalls – also eventuell auch eine Möglichkeit für einen Arbeitseinsatz? Durch eine weitere Begegnung mit dem YMCA Kenya bei der Weltratstagung in Chiang Mai eröffnete sich dann die wunderbare Möglichkeit eines Praktikums beim National Office vom YMCA Kenya.

So flog ich im September für drei Wochen wieder nach Kenia.

Ein kleiner Willkommensgruß

Wenn man mit Gleichgesinnten zusammenarbeitet, sind persönliche Grenzen schnell überwunden. Man spricht, auch wenn es sprachliche Barrieren gibt, eine „gemeinsame Sprache“ – in meinem Fall die der Zahlen und Buchhaltungskonten. Bereits am zweiten Tag stellte mich mein Buchhaltungskollege gegenüber einem Servicemitarbeiter des YMCA-Hostels mit den Worten vor:

„Sonja ist unsere neue Buchhalterin aus Deutschland. Sie ist eine von uns!“ – das fühlte sich großartig an (Dazugehören ist ja gerade auch das Thema in der Streiflichter-Zeitschrift des CVJM Baden). Langeweile ist in meinem kenianischen Büro überhaupt nicht aufgekommen. Die Kenianer arbeiten an sechs Tagen die Woche und aufgrund der anstehenden Wirtschaftsprüfung wurden viele Überstunden gemacht. Zugegeben, ich hatte mir das etwas entspannter vorgestellt und durfte mit einigen Vorurteilen brechen.

Sonja Goldstein im Buchhaltungsbüro

Außerhalb der Bürozeiten wurde ich von meinen neuen Freunden an die unterschiedlichsten Orte geführt. Ich glaube, es gibt inzwischen keinen Stadtteil von Nairobi mehr, den ich nicht besucht habe. Im Mai war mir dieses Land noch fremd und etwas unheimlich, aber inzwischen liebe ich meine kenianische YMCA-Familie und freue mich, sie ganz bald wiederzusehen.

Kwaheri Kenya – Karibu Germany (Auf wiedersehen, Kenia – Willkommen Deutschland).“

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