„Es macht mir unglaublich viel Spaß, mehr über Menschen zu erfahren“

Lea Rapsch, Studentin an der CVJM-Hochschule, berichtet von ihrem Praxissemester bei Teenchallenge Berlin e. V.:

Lea Rapsch

Lea, wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Ich war bei Teenchallenge Berlin. Darauf aufmerksam geworden, bin ich durch meinen Europäischen Freiwilligendienst in Tschechien. Dort kam ich durch einen Ausflug zu einer Teenchallenge-Einrichtung mit den Roma, die täglich unseren Streetwork-Club besuchten, mit deren Arbeit in Kontakt.

Für mein Praxissemester habe ich nach Einrichtungen des Trägers in Deutschland gesucht. Weil ich eine „echte“ Herausforderung wollte, wählte ich die Stadt Berlin.

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Meine Hauptbereiche waren die vier unterschiedlichen, nach Alter und Kiez aufgeteilten KiezKids-Gruppen, das Café Sehnsucht und Streetwork in einem Wohnwagen in der Nähe des Teenchallenge-Hauses.

Dabei habe ich vor allem viele Gespräche geführt, Hintergründe erfahren, Leid mitgetragen, Gitarre gespielt, mit den Menschen gesungen, gekocht, Inputs vorbereitet, habe mir Animationen und Gruppenspiele ausgedacht und viel gespült und geputzt.

Lea Rapsch vor dem Gebäude von Teenchallenge Berlin

Was hat dir am meisten Freude bereitet?

Ich bin ein Beziehungs-Sozialarbeiter: Es macht mir unglaublich viel Spaß, mehr über Menschen zu erfahren und ihre Geschichte zu hören, um dann helfen zu können.

Viele Teilnehmende fangen in der Kinder-Mutmach-AG an und wachsen durch alle Gruppen hindurch, was nur durch Beziehungen möglich ist.

Die niederschwellige Arbeitsmethode, die sich durch jeden Arbeitsbereich bei Teenchallenge zieht, ist mir am Anfang nicht leicht gefallen. Aber es ist oft eben einfach die Stetigkeit und Beständigkeit in den kleinen Dingen, die Veränderung schafft.

Bei der Arbeit mit Obdachlosen und Alkohol- und Drogensüchtigen habe ich viele Berührungsängste verloren.

Was war deine größte Herausforderung?

Am liebsten würde ich alles für die Menschen erarbeiten und machen. Wichtig ist aber, dass man es mit ihnen gemeinsam macht.

Bei all der Hoffnungs- und Trostlosigkeit gab es immer wieder Momente, in denen ich einfach völlig übermannt wurde von der Gnade Gottes. Dieses Spannungsfeld war für mich manchmal nicht leicht auszuhalten. Gerade dann war es wichtig, den Blick auf Jesus zu richten.

Lea Rapsch bei der Arbeit

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe hauptberuflich nachzugehen?

In den letzten Tagen des Praktikums ist mir aufgefallen, dass mir eine Arbeit mit der Rückenstärkung eines christlichen Teams und Arbeitsträgers genau die Sicherheit bietet, die ich für diese Art von Arbeit unbedingt brauche.

Die grobe Richtung der Arbeit kann ich mir gut vorstellen, wenngleich ich meinen Fokus eher auf Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehe.

 

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