„Von meiner Praktikumsstelle wurde mir viel Vertrauen entgegengebracht“

Dorothea Krause, Studentin an der CVJM-Hochschule, berichtet von ihrem Praxissemester in der Hermann-Schafft-Schule Homberg (Efze):

Dorothea Krause

Dorothea Krause

Dorothea, wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Für ein halbes Jahr durfte ich in der Hermann-Schafft-Schule in Homberg (Efze) im Bereich Schulsozialarbeit mitarbeiten. Diese Schule hat die Förderschwerpunkte Hören und Kommunikation sowie den Förderschwerpunkt Sehen.

Auf die Stelle wurde ich durch verschiedene Empfehlungen aufmerksam.

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Seit diesem Schuljahr nimmt die Hermann-Schafft-Schule in einer „Willkommensklasse“ hörbeeinträchtigte und gehörlose Schülerinnen und Schüler mit zusätzlichem Fluchthintergrund auf. Den Mädchen und Jungen zwischen zehn und 17 Jahren wird damit der Zugang zum deutschen Schulsystem durch die grundlegende Vermittlung der Deutschen Gebärdensprache, der deutschen Schriftsprache und Grundlagen von Mathematik geebnet.

Die Hermann-Schafft-Schule Homberg (Efze)

Die meiste Zeit in der Woche verbrachte ich innerhalb dieser Klasse, unterstützte den Unterricht, führte eigene kleine Projekte durch und begleitete die Schülerinnen und Schüler im Schulalltag.

Außerdem durfte ich in der Mittagsbetreuung mitarbeiten, in einem wöchentlichen Kochprojekt von Schülerinnen und Schülern mit Hör- und/oder Sehbeeinträchtigungen und in einer Spiele-AG in der Grundstufe.

Was hat dir am meisten Freude bereitet?

Am meisten Freude bereitete mir, immer tiefer in die Arbeit an dieser besonderen Schule hineinblicken zu dürfen. Von meiner Praktikumsstelle wurde mir viel Vertrauen entgegengebracht, sodass ich in unterschiedlichen Bereichen hospitieren, unterstützen und selbst kleine Projekte umsetzen durfte.

Das Alphabet in Gebärdensprache

Ein Wunsch von mir war es, meine Grundkenntnisse der Gebärdensprache zu erweitern. Das war dort sehr gut möglich.

Was war deine größte Herausforderung?

Für mich war die größte Herausforderung, schnell und besser die deutsche Gebärdensprache zu lernen und zu verinnerlichen. In dem Kontakt zu Schülerinnen und Schülern spürte ich häufig, dass ich mehr und mehr Vokabeln lernen musste. Gott sei Dank waren sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Kolleginnen und Kollegen geduldig mit mir.

Dorothea Krause übt sich in Gebärdensprache

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe hauptberuflich nachzugehen?

Die Schulsozialarbeit kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich empfand die äußeren, strukturellen Rahmenbedingungen der Schule als sehr gut geregelt und strukturiert.

Die Arbeit mit Menschen mit Hörbeeinträchtigung forderte mich angenehm heraus. Gebärdensprache fasziniert mich und ich habe große Freude empfunden, sie zu lernen. Und um konkret auf die Frage zu antworten: Ja, auf alle Fälle!

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