„Ich durfte in dieser Zeit viele tolle Dinge mit den Kids erleben“

Maren Lenz, Studentin an der CVJM-Hochschule, berichtet von ihrem Praxissemester bei der Ranch Ehrlo Society in Kanada:

Maren Lenz

Maren, wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Während meines Praxissemesters war ich für knapp sechs Monate in Kanada und habe bei der Ranch Ehrlo Society gearbeitet.

Ich bin auf diese Organisation aufmerksam geworden, weil vor mir schon andere Studierende dort waren.

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Die Organisation bietet Kindern und Jugendlichen, die nicht in ihrem eigentlichen Zuhause aufwachsen können oder deren Zuhause nicht angemessen für Kinder in ihrem Alter ist, Hilfe und Unterstützung.

Durch die gesellschaftliche Lage sind dies vermehrt Kinder aus Reservaten der First Nations.

Was hat dir am meisten Freude bereitet?

Meine Arbeit war in drei Hauptbereiche eingeteilt: Schule, Wohngruppe und das sogenannte EAL (Equine Assisted Learning), das ist eine Einrichtung für therapeutisches Reiten. Alle drei Bereiche haben das Ziel, den Kindern zu zeigen, wie sie sich gut in die Gesellschaft integrieren, Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen und Eigenständigkeit lernen können.

Therapeutisches Reiten gehörte zu den Aufgaben von Maren Lenz

Besonders viel Freude hatte ich daran, zu sehen, wie die Kids zum ersten Mal unbefangen Kinder sein können und nicht durch drogensüchtige Eltern gestoppt werden oder mit dem Haushalt oder Geschwistern überfordert sind.

Außerdem war es super, zu erleben, wie sich die Kinder entwickeln und zu selbstständigen, verantwortungsvollen Persönlichkeiten heranwachsen.

Ich durfte in dieser Zeit viele tolle Dinge mit den Kids erleben, wie z. B. Camptrips in den Norden Saskatchewans, den größten Regenwald der Welt, und ich durfte unglaublich viel über die alten Indianerstämme Kanadas erfahren – dank der Kinder.

Was war deine größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung an der Arbeit war für mich, dass viele der Kinder Englisch – genau wie ich – nicht als Muttersprache sprechen. Ihre Muttersprache ist ihre Stammessprache. Das machte die Kommunikation manchmal etwas schwierig.

Ein Ausflug mit den Kindern an einen See

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe hauptberuflich nachzugehen?

Ich kann mir vorstellen, später im Bereich des therapeutischen Reitens zu arbeiten. Bei dieser Arbeit kann man bei jedem Kind ganz klein anfangen und geht die Probleme an. Tiere sind oft die besten Therapiepartner für Kinder.

Die Arbeit macht nicht nur dem Anleiter Spaß, sondern auch den Kindern und den Tieren.

Der Praktikumsaufenthalt von Maren Lenz in Kanada wurde aus PROMOS-Mitteln des DAAD-Programms (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert.

 

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