Wahlpflichtwochen am CVJM-Kolleg

In den Lehrveranstaltungen der Präsenz-Ausbildung am CVJM-Kolleg werden persönlich, praxisnah und professionell wertvolle theoretische Grundsteine für zukünftige Jugendreferentinnen und Jugendreferenten gelegt.

Im Wahlpflichtkurs Elementarpäagogik besuchten die Studierenden eine Kindertagesstätte

Im Wahlpflichtkurs Elementarpädagogik besuchten die Studierenden eine Kindertagesstätte

Ein besonderes Highlight sind dabei jedes Jahr die Wahlpflicht-Kurswochen.

Für die Studierenden bietet sich hier die Möglichkeit, sich eine Woche lang intensiv mit einem bestimmten Themenbereich aus Theologie oder Sozialpädagogik auseinanderzusetzen. Dabei verbinden Dozierende aus den jeweiligen Fachbereichen wissenschaftlich fundiert Theorie und Praxis und gewähren so wertvolle Einblicke in besondere Themenbereiche christlicher Kinder- und Jugendarbeit.

Die kursübergreifenden Lehrveranstaltungen sorgen für eine besondere Lernatmosphäre. Hier finden sich Studierende aller Jahrgänge zu gemeinsamen Lerngruppen zusammen.

Auch in diesem Herbst wurden wieder drei unterschiedliche Kurse angeboten, sodass die Wahl für manchen Studierenden sicher keine leichte Entscheidung gewesen sein dürfte.

Bei Referentin Andrea Karcher konnten Studierende das Thema „Elementarpädagogik“ vertiefen. Dass es dabei für Erzieherinnen und Erzieher um mehr geht, als nur den ganzen Tag mit kleinen Kindern zu basteln oder im Stuhlkreis zu sitzen, zeigte diese Woche:

Um Kinder zwischen null und sechs Jahren in ihrer Entwicklung zu verstehen, zu begleiten und zu fördern, bedarf es verschiedener Konzepte, deren Grundlagen hier vermittelt wurden.

Einblicke in den Alltag einer Kindertagesstätte

Einblicke in den Alltag einer Kindertagesstätte

Um eine Vorstellung zu bekommen, wie sich diese theoretischen Konzepte dann im Kindergartenalltag umsetzen lassen, besuchten die Teilnehmenden an einem Praxistag außerdem unterschiedliche Kindertagesstätten.

Darüber hinaus zeigten Einheiten zum aktuellen hessischen Bildungs- und Erziehungsplan oder auch mit dem Schwerpunkt frühe Bildung und Integration, dass Elementarpädagogik auch im Kontext aktueller Entwicklungen flexibel sein muss und alles andere als langweilig ist.

Auch Referentin Claudia Meyer bot mit dem Wahlpflichtkurs „Konfirmandenarbeit“ ein spannendes Thema. In einer Phase großer Entwicklungsschritte der Jugendlichen und in Zeiten vielfältiger Angebote der Freizeitgestaltung stellt die Arbeit mit Konfirmanden gleichermaßen Chance wie auch Herausforderung für Haupt- und Nebenamtliche dar.

Darum begaben sich die Studierenden in diesem Kurs auf die Suche nach Formen des kirchlichen Unterrichts, mit denen es gelingen kann, Jugendliche für einen persönlichen Lebensweg mit Jesus und vielleicht sogar für ein eigenes Engagement in der Jugendarbeit vor Ort, zu begeistern.

Dabei spielte einerseits die Analyse themenbezogener Untersuchungen, kultureller Rahmenbedingungen und aktueller Konzepte, andererseits aber natürlich auch das praktische Ausprobieren und das Teilen bereits vorhandener Erfahrungen eine wichtige Rolle.

Teil des Kurses Gesellschaftstransformation war eine Exkursio

Teil des Kurses Gesellschaftstransformation war eine Exkursion

Einem sehr vielfältigen Fachbereich widmeten sich auch die Studierenden im Kurs „Einführung in Theorie und Praxis der Gesellschaftstransformation“.

Unter anderen gestaltete Dozent Dr. Thomas Kröck vom Institut für Transformationsstudien der CVJM-Hochschule die Einführung in die umfangreiche Thematik.

Die theoretischen Grundlagen bildeten neben theologischen Konzepten auch sozialwissenschaftliche Ansätze, zum Beispiel aus den Bereichen Soziologie, Wirtschaft und Politik.

Als praktisches „Werkzeug“ wurde insbesondere die Kontextanalyse als wichtige Methodik vorgestellt. Hierbei galt es für die Studierenden bei einer Exkursion in Kassel-Helleböhn mittels Experteninterviews, Stadtteilbegehungen oder auch repräsentativen Befragungen aktuelle Schwerpunkte gesellschaftlicher Entwicklungen zu erfassen und die Ergebnisse anschließend für den Rahmen der kultur- und milieusensiblen Jugendarbeit auszuwerten und nutzbar zu machen.

Die Angebote der Kurswochen zeigten einmal mehr die Vielfalt aktueller Jugendarbeit auf, in die sich sowohl Studierende als auch Dozierende gestellt sehen.

Die besondere Form der Wahlpflicht-Kurswochen am CVJM-Kolleg, bietet die Möglichkeit, bei einem breit gefächerten Angebot individuelle Schwerpunkte zu setzen, um bestmögliche Grundlagen für die Begegnung mit den Herausforderungen der Praxis zu schaffen.

Tobias Buschbeck, Studierender CVJM-Kolleg

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