15. LACA-Missionskonferenz in Südamerika

Vom 17. bis 20. November 2016 fand in Medellín, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens, die 15. Internationale Missionskonferenz von Lateinamerika statt. Das YMCA-Missionsnetzwerk der LACA (Lateinamerikanische und Karibische Allianz der YMCAs) organisiert jedes Jahr eine Konferenz für ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende.

Gruppenbild aller Teilnehmenden der Konferenz

Gruppenbild aller Teilnehmenden der Konferenz

Wie auch bei den Unify-Konferenzen des YMCA Europe ging es als einer der zentralen Punkte darum, das “C” in den verschiedenen Projekten, Städten und Ländern der ACJ zu stärken, und natürlich darum, sich auszutauschen und somit die unterschiedlichen Ideen und Motivationen, die hinter der Arbeit stecken, kennenzulernen und zu verstehen.

Man konnte viel über die weltweite CVJM-Arbeit lernen und wie die Arbeit an anderen Orten umgesetzt wird, dadurch konnte man Ideen für die eigene Jugendarbeit entwickeln und hatte die Möglichkeit neue Kontakte in andere Länder zu knüpfen und eine tolle Gemeinschaft untereinander und mit Gott zu erleben.

Die Konferenz stand unter dem Thema “Barmherzigkeit, Vergebung und Versöhnung”, womit wir uns in den vier Tagen in Medellín auseinandergesetzt haben. Besonders spannend war dabei, dass diese Themen für Kolumbien momentan noch einmal eine besondere Rolle spielen. Denn in dem Friedensprozess, der dort derzeit stattfindet, geht es genau darum: die Fähigkeit zur Versöhnung.

Im Rahmen des Themas Vergebung wurde in Kleingruppen ein Workshop erarbeitet und in verschiedenen Einrichtungen, in denen der ACJ Medellín mitarbeitet, mit Kindern oder Jugendlichen durchgeführt. Dadurch erhielten wir einen kleinen Einblick in die Arbeit des ACJ Medellín.

Gemeinsam mit einigen Freunden der ACJ Cali, Medellín und Bogotá in der Comune 13 in Medellín

Gemeinsam mit einigen Freunden der ACJ Cali, Medellín und Bogotá in der Comune 13 in Medellín

Neben diesen Themen ging es vor allem darum, sich über die missionarische Arbeit der verschiedenen Länder und ACJs auszutauschen.

Dabei ist aufgefallen, dass die verschiedenen Länder an sehr unterschiedlichen Punkten stehen. Während beispielsweise in Peru im Bereich Mission bereits Gruppen in allen Altersgruppen existieren, stehen der ACJ Uruguay und der ACJ Ecuador mit ihrer missionarischen Arbeit noch ganz am Anfang. Besonders für diese beiden Länder war die Konferenz eine gute Möglichkeit, um Ideen zu sammeln, wie missionarische Arbeit bereits in anderen ACJs funktioniert.

Die Vertreter des CVJM München und die der ACM in Brasilien haben davon berichtet, welche Möglichkeiten sie im Bereich Sport sehen, die Nachricht von Jesus zu verbreiten.

Die kulturelle Vielfalt der Konferenz konnte man besonders am Freitagabend erleben, denn jede Delegation hatte einige Spezialitäten des jeweiligen Landes vorbereitet, wobei auffiel, dass scheinbar vor allem Süßigkeiten und Schnaps den entscheidenden Unterschied machen. 😉

Nachdem man sich durch die verschiedenen Köstlichkeiten probiert hatte, durfte sich jede Delegation noch mit einer Aktion präsentieren. Vertreten waren unter anderem Peru mit einem Tanz, Kolumbien mit einem umgedichteten Lied, Uruguay mit einem landestypischen Lied und Deutschland mit Bierkrugstemmen.

Sarah und ihre Delegation aus Quindío in landestypischen Kleidern beim interkulturellen Abend

Sarah und ihre Delegation aus Quindío in landestypischen Kleidern beim interkulturellen Abend

Bevor die Konferenz am Sonntag mit einem gemeinsam Gottesdienst, einer Auswertung und gemeinsamen Mittagessen abgeschlossen wurde, gab es am letzten Abend noch einmal die Möglichkeit ganz bewusst die Glaubensgemeinschaft untereinander und mit Gott zu erleben.

Insgesamt war die Konferenz eine tolle Erfahrung mit anregendem Input, spannenden Gesprächen und einer guten internationalen Gemeinschaft. Man konnte viel voneinander lernen und ich hoffe, dass gerade die ACJs, die den missionarischen Bereich aufbauen wollen, die Möglichkeiten bekommen, dies umzusetzen und dass generell in allen ACJs nie untergeht, was der Mittelpunkt der Arbeit sein sollte.

Mit diesen Worten hoffentlich bis zum nächsten Jahr in Peru!

Kathrin Nöh, studiert an der CVJM-Hochschule, zur Zeit im Praxissemester im YMCA Bogotá

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