50 Jahre YMCA-Berufsausbildungszentrum Accra, Ghana

Geburtstagstorte unter strahlend blauem Himmel

Grundsteinlegung für das Berufsausbildungszentrum im Jahr 1965

Grundsteinlegung für das Berufsausbildungszentrum im Jahr 1965

Wer hatte 1966 bei der Einweihung schon an ein 50-jähriges Bestehen des YMCA-Berufsausbildungszentrums (Technical Training Centre = TTC) in Accra, der Hauptstadt von Ghana, Westafrika, denken wollen.

Damals waren die Verantwortlichen erst einmal überglücklich, dass damit der YMCA im Lande nicht nur ein einzigartiges Bildungsprojekt auf die Beine gestellt hatte, sondern dem Nationalverband ebenfalls eine würdige Unterkunft geben konnte, was sie bis heute auch ist.

Festrede des stellvertretenden Direktors

Festrede des stellvertretenden Direktors

Es war damals Fritz Pawelzik, der seit 1959 als Bruderschaftssekretär des CVJM-Westbundes im YMCA Ghana arbeitete, der diese Vision hatte und sie schließlich auch mit großem Einsatz verwirklichte. Der Grundstein wurde am 30. Oktober 1965 gelegt.

In den Anfangsjahren gab es dann immer wieder auch deutsche Mitarbeiter im Berufsausbildungszentrum, so u. a. Kurt Decher, Robert Ruf und die Herren Fischer und Tiebel.

Hunderte Schreiner, Maurer, Elektriker und Bauzeichner wurden in diesen fünf Jahrzehnten ausgebildet und konnten mit solch fundierter Berufsausbildung den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien bestreiten.

Festfeier zum 50. Geburtstag

Festfeier zum 50. Geburtstag

Anlässlich der Fünfzigjahrfeier wurde nun die Gründungsgeschichte wieder in Erinnerung gerufen.

Der Innenhof des Zentrums wurde zum Festplatz. Schatten spendeten Zeltdächer, unter denen die Gäste, Azubis und Lehrer Platz nahmen – und es waren vierzig Deutsche mit dabei, die einige Tage zuvor schon das 30-jährige Bestehen ihrer Partnerschaften mit ghanaischen Ortsvereinen gefeiert hatten.

Klar, dass bei einer solchen Feier würdigende Reden auf dem Programm standen. Swingend wurden von den Gästen als kleine Geschenke Geldscheine zu einer Schüssel vor dem Podium gebracht und die besonderen Gäste auf eben solchem verpflichteten sich zusätzlich, u. a. Computer und größere Geldbeträge zu schenken.

So viele deutsche CVJMer als Besucher im YMCA Ghana hat es wohl lange nicht mehr gegeben. Und da jeder zwei Gepäckstücke bei der Airline aufgeben durfte, war darin durchaus Platz für ein besonderes Jubiläumsgeschenk aus dem CVJM-Westbund.

Das Bergische Land, in dem Wuppertal mit der Bundeshöhe liegt, ist historisch das Zentrum der deutschen Werkzeugindustrie. Da lag es nahe, bei einigen Firmen einmal anzufragen, ob es ihnen nicht gefallen würde, wenn mit ihren Erzeugnissen „Made in Germany“ junge Leute in Ghana ausgebildet würden. Das Echo war groß, so dass ein „Gabentisch“ alleine nicht ausreichte, die Fülle der Qualitätswerkzeuge zu tragen.

Die Freude über die „unzähligen Werkzeuge“, so Generalsekretär Kwabena Nketia Addae, war riesig, und ob des einen oder anderen Werkzeugs gab es erstaunte Gesichter, denn sie sind auf dem ghanaischen Markt nicht zu bekommen.

An einem Geburtstag darf eine Torte nicht fehlen

An einem Geburtstag darf eine Torte nicht fehlen

Die recht schwere Geburtstagstorte, die zu aller Überraschung unter strahlend blauem Himmel hereingetragen wurde, war schließlich ein willkommener Vordergrund für Erinnerungsfotos von Ehemaligen und aktuellen Azubis in ihren schicken Jubiläumspoloshirts.

Durch all die Jahre hindurch wurde das Zentrum durch den CVJM-Westbund und die Aktion Hoffnungszeichen des CVJM Deutschlands finanziell unterstützt.

Spenden für das Projekt in Accra sind über Aktion Hoffnungszeichen (Projekt Nr. 42140) hier möglich!

Eckard M. Geisler, Bundessekretär für Weltdienst und internationale Beziehungen, CVJM-Westbund

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  1. Super, super, Gott gebührt die Ehre. Ich kann mich riesig freuen über die Entwicklung in Ghana. Auch Dir Eckard und dir Sabine sei gedankt für viele Jahre Einsatz. Ich denke immer noch gerne an die Reise nach Ghana und alle Begegnungen zurück. Gott segne alles Bemühen . Lb Grüsse Leonore Berger

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