Prioritäten anders gesetzt – der YMCA-Kindergarten in Mpraeso, Ghana

Um nach Mpraeso in Ghana, Westafrika, zu gelangen, muss man schon einiges auf sich nehmen, denn am Rande der weitläufigen Ebene ragt über viele Kilometer der Kwahu-Gebirgszug auf, den es in Nkawkaw über eine steile Serpentinenstraße zu erklimmen gilt.

Auf dem Weg zum YMCA-Kindergarten in Mpraeso

Auf dem Weg zum YMCA-Kindergarten in Mpraeso

Auf der Rückseite der Kwahu-Berge kommt man dann schließlich auf der folgenden Hochebene in die Hauptstadt des Kwahu-Süd-Distriktes, mit knapp 11 000 Einwohnern und angenehmen 370 Metern über dem Meeresspiegel, was sich auch auf das Klima auswirkt.

Der alte Kindergarten

Der alte Kindergarten

Der YMCA hat hier vor mehr als zwanzig Jahren mit dem Bau eines Kindergartens begonnen, der bald darauf in einer Schule weitergeführt wurde. Um den Raumbedarf zu befriedigen, wurde ein großes Schulgebäude daneben gestellt.

Der Neubau

Der Neubau

Auch einige Holzbaracken dienen als Klassenzimmer und weil die Schule weiter wuchs, entsteht gerade ein drittes Gebäude. Über 600 Schülerinnen und Schüler werden hier bis zum 16. Lebensjahr unterrichtet und sie ist im Leistungsvergleich die Beste von 44 im Schuldistrikt, was schon bemerkenswert ist.

Besuch im Kindergarten

Besuch im Kindergarten

Die Schulaufsicht hatte bemängelt, dass die Räume von Kinderkrippe und Kindergarten zu klein für die vielen Kinder seien. Das war unter anderem Anlass für das dritte Gebäude.

Seit einiger Zeit unterstützt der CVJM Essen-West den YMCA-Kindergarten in Mpraeso, der eigentlich eine Vorschule ist und damit auch die Fertigstellung der neuen Räume.

Die vier Volontäre Leo, Eva, Yannik und Robin aus dem CVJM-Westbund besichtigen den Neubau

Die vier Volontäre Leo, Eva, Yannik und Robin aus dem CVJM-Westbund besichtigen den Neubau

Und wie es in Ghana durchaus üblich ist: Auch einen Rohbau kann man schon nutzen und so sind vor einigen Wochen zwei Kindergartengruppen aus dem viel zu klein gewordenen Altbau umgezogen, denn hier gibt‘s endlich viel Platz.

Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird es hier auch farbiger und gemütlicher aussehen. Doch in Ghana werden die Prioritäten halt ein wenig anders gesetzt.

Eckard M. Geisler, Bundessekretär für Weltdienst und internationale Beziehungen, CVJM-Westbund

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