Trinationale Begegnung in China

Dass der CVJM eine weltweite Organisation junger Menschen ist, stellt man besonders dann noch einmal fest, wenn man Teil einer Gruppe aus jungen Franzosen, Deutschen und Chinesen ist, die im ehrwürdigen Gebäude des YMCA Chengdu sitzt, mitten im Herzen der 14-Millionen-Metropole, umringt von Hochhäusern und riesigen Shopping-Malls.

Gruppenfoto vor dem Gebäude des YMCA Chengdu

Gruppenfoto vor dem Gebäude des YMCA Chengdu

Nach dem ersten „Trinational“ im letzten Jahr, bei dem der YMCA France, der YMCA China und der deutsche CVJM junge Erwachsene in Avignon und in Kaub versammelt haben, flogen dieses Jahr 13 junge Erwachsene aus Frankreich und Deutschland von Frankfurt aus nach China, genauer gesagt nach Chengdu.

Thematisch sollte es sich dieses Jahr ebenfalls wieder um Themen der Nachhaltigkeit und der Umwelt drehen – „Let’s go greener“ lautete das von den Chinesen gewählte Motto für die Tage vom 26. Juli bis zum 8. August.

Die europäischen Teilnehmer in traditionellen Modo-Gewändern

Die europäischen Teilnehmer in traditionellen Modo-Gewändern

Was uns erwartete, waren zwölf Tage voller Begegnungen: Begegnungen von Kulturen und Traditionen, Begegnungen von Denkweisen und Mentalitäten, Begegnungen von YMCAs, aber ganz besonders Begegnungen von jungen Menschen, die Freundschaften schlossen, die sie als „Mitbringsel“  in ihre Heimat mitgenommen haben.

Neben Language Animation – um spielerisch der Sprache des anderen ein wenig näher zu kommen – und freiwilliger Morgenandacht, hatten wir immer ein buntes und spannendes Programm.

Das reichte von einem Besuch im Panda Research Center von Chengdu über die Besichtigung eines Flusses, den Menschen vor langer Zeit verändert haben, um die Anwohner vor Überschwemmungen zu schützen bis zu einem kulturellen Abend  mit etwa 150 Einheimischen, Tanz und Musik in einem Dorf am Lu Gu Lake.

Die Sicht auf den wunderschönen Lu Gu Lake

Die Sicht auf den wunderschönen Lu Gu Lake

Denn wir waren nicht die ganze Zeit in der Großstadt Chengdu. Ein paar Tage haben wir am wunderschönen, ländlichen Lu Gu Lake verbracht, wo wir die Lebensweise der Moso-Minderheit kennengelernt und vieles über traditionelles Handwerk und die Arbeit von Farmern – quasi wirklich bio, lokal und fairtrade – gelernt haben.

Einen Tag haben wir auch in einer Grundschule verbracht, dort mit den Kindern gespielt, von unseren Heimatländern erzählt und uns mit ihnen über Umwelt und Umweltschutz ausgetauscht. Dass sie dabei riesigen Spaß hatten, sah man an den vielen lachenden Gesichtern!

Pascal Rosenthal verliert gegen einen chinesischen Jungen beim Schere-Stein-Papier

Pascal Rosenthal verliert gegen einen chinesischen Jungen beim Schere-Stein-Papier

Den Teilnehmern bleiben diese zwei Wochen China in schöner Erinnerung. Als sich die Zeit des Programms dem Ende näherte, merkte man deutlich, dass einige gerne noch ein paar Tage hätten draufschlagen wollen.

Einheimische beim Tanz während des kulturellen Abends

Einheimische beim Tanz während des kulturellen Abends

Den letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir in einer Karaokebar – etwas, das in China ganz und gar üblich ist – und unsere bunt gemischten Gruppe wirkte nicht mehr unbedingt wie ein Haufen junger Menschen aus drei Ländern und zwei Kontinenten, sondern vielmehr wie eine Gruppe von Freunden.

CVJM verbindet, so unterschiedlich wir auch sein mögen und wie unterschiedlich vielleicht auch unsere CVJM-Arbeit sein mag. CVJM verbindet und das fasziniert mich immer wieder aufs Neue, und in einem Land wie China eben ganz besonders.

Pascal Rosenthal, Teilnehmer bei der trinationalen Begegnung

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