Tag der Umwelt: Wie geht es weiter nach Paris?

In Erinnerung an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm haben die Vereinten Nationen und später auch die Bundesrepublik Deutschland den 5. Juni zum jährlichen „Tag der Umwelt“ erklärt. Stefanie Tornow berichtet dazu vom aktuellen Stand der Klimaverhandlungen Ende Mai in Bonn.

Bonn

Vom 16. bis zum 26. Mai 2016 haben in Bonn die SB44 stattgefunden, also die ersten Intersessionals (Zwischenverhandlungen) nach COP21 und dem Paris Agreement. Hierbei wurde der YMCA von vier Mitgliedern des RGE (Resources Group of Environment) des CVJM-Weltbunds repräsentiert, nämlich Marta aus der Ukraine, Anita und Jonas aus der Schweiz und Stefanie aus Deutschland.

Diese zehn Tage haben wir genutzt, um uns unter anderem mit dem ACE-Dialogue auseinander zu setzen. ACE steht für Action for Climate Empowerment und verbindet die ehemaligen Artikel 6 und 12 miteinander. Darin geht es um die Teilnahme von NGO’s und der Gesellschaft an den Verhandlungen sowie Bildung zum Thema Klimawandel – also public awareness und education. Diese beiden Punkte wurden innerhalb des Dialogs zwei Tage lang diskutiert und auch auf schon funktionierende Praktiken hingewiesen. Hierbei konnte der YMCA das Camp Climate vermarkten, ein Projekt, dass letztes Jahr in Paris begonnen wurde. Camp Climate ermöglicht Jugendorganisationen eine günstige Bleibe in der Nähe der Konferenz und bildet in Workshops auch die weiter, die an den Konferenzen nicht teilnehmen können, aber trotzdem an den Ort gereist sind. Für die COP22 in Marrakesch sind die Planungen in vollem Gange und wir haben auch bei den Jugendorganisationen selbst dafür geworben. Hierfür haben wir YOUNGO (Youth Constituency at UNFCCC) mit ins Boot geholt.

Zusätzlich haben einige von uns Lorena Aguilar getroffen, die als Senior Advisor for Gender bei IUCN (International Union for Conservation of Nature) arbeitet und mit der wir in Paris eine Partnerschaft beim Gender Day hatten. Dies würden wir in Marrakesch wiederholen wollen und haben dafür mit Lorena einige Sachen besprochen.

Die Verhandlungen waren die meiste Zeit für uns geschlossen, im Endeffekt kann man aber sagen, dass die Staaten mit ihren geforderten NDC’s weit hinterher hängen und einige Staaten immer wieder die Verhandlungen unterbrechen.

Wollen wir in Marrakesch so weiter machen wie in Paris, muss deutlich mehr auf nationaler Ebene passieren. Solange dies nicht gewährleistet ist, ist das Paris Agreement nur ein Stück Papier.

Eine Anmeldung zum Camp Climate des Weltbunds ist unter dem folgenden Link möglich: http://campclimate.ymca.int/

Stefanie Tornow ist Mitarbeiterin im CVJM Bonn und Mitglied in der RGE des CVJM-Weltbundes

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)