Wie der CVJM in Ecuador Erdbebenopfern wieder auf die Beine hilft

Eine Perspektive nach der Katastrophe

Opfer des Erdbebens sind in Notunterkünften untergekommen

Opfer des Erdbebens sind in Notunterkünften untergekommen

“Mama, ich werde die Hilfe, die ich hier erfahren habe, nie vergessen!“ Mit Tränen in den Augen gibt Geomara Rodríguez, Präsidentin des YMCA Ecuador wieder, was ein kleines Mädchen nach seinem Aufenthalt in der YMCA-Zentrale in Santo Domingo de los Colorados gesagt hat. Das Mädchen und 47 weitere Erdbebenopfer aus den ecuadorianischen Küstenstädten Pedernales und Jama haben in den Räumlichkeiten des YMCA für 17 Tage eine Unterkunft gefunden. Diese Menschen konnten sich aus der Region Ecuadors retten, in der das Beben am 16. April am schlimmsten gewütet hatte. Als an jenem Samstagabend die Erde bebte, wurden in dem südamerikanischen Land fast 700 Menschen in den Tod gerissen, Tausende wurden verletzt und/oder obdachlos.

Erste Hilfe mit Lebensmittel- und Kleiderspenden durch den YMCA Ecuador

Erste Hilfe mit Lebensmittel- und Kleiderspenden durch den YMCA Ecuador

Keine zwei Tage später hatte das Team des YMCA Santo Domingo de los Colorados seine Zentrale in eine improvisierte Notunterkunft für Erdbebenopfer verwandelt: Aus dem Zimmer für die Jugendgruppen wurde ein Lebensmittellager, aus dem Versammlungsraum ein Essbereich und aus dem Büro ein Schlafsaal. Mit der Hilfe von rund 30 freiwilligen YMCA-Mitarbeitenden konnten die Geschädigten so gut zwei Wochen lang versorgt werden. Auch medizinische und psychologische Betreuung wurden gewährleistet. Selbst als in Santo Domingo de los Colorados zwei Tage lang das Wasser ausfiel, hat der YMCA die Versorgung der knapp 50 Geflüchteten sichergestellt. Zudem wurden hier Spendenannahmen organisiert und die erhaltenen Lebensmittel und Hygieneartikel von YMCA-Mitarbeitenden direkt im Erdbebengebiet verteilt. Außerdem hat der örtliche YMCA vier privat organisierte Notunterkünfte in Santo Domingo und Portoviejo unterstützt. So konnte das Team in Ecuador einen wichtigen Beitrag zur Ersten Hilfe für die Erdbebenopfer leisten. Doch nach der Erstversorgung gilt es nun, die zweite Etappe der Hilfeleistung zu unterstützen. Der YMCA in Ecuador hilft den Geschädigten bei folgenden Schritten:

  • zu Verwandten umzuziehen
  • umgehend Arbeit zu finden
  • Verwandte (wieder) zu finden
  • nachhaltigen Wohnungsbau zu betreiben durch finanzielle Initiativen
Jonas Löffler (2. v. l., erste Reihe) besuchte den YMCA Ecuador nach dem Erdbeben

Jonas Löffler (2. v. l., erste Reihe) besuchte den YMCA Ecuador im April nach dem Erdbeben

Zudem will der YMCA Ecuador Familien, die in die Erdbebengebiete zurückziehen mit Lebensmitteln, Medikamenten, Kleidung und teilweise auch Baumaterial zum Wiederaufbau beschädigter Häuser unterstützen.

Des Weiteren hat der YMCA geplant, die Erdbebenopfer im Zuge der mittel- und langfristigen Hilfe wirtschaftlich wieder auf die Beine zu bringen. Dies soll durch zwei Arbeitsprogramme geschehen: „Die Suche nach einer besseren Arbeit“ und „Wie man sein eigenes Geschäft aufbaut oder wachsen lässt“.

Für diese Maßnahmen zur nachhaltigen Unterstützung der Erdbebenopfer in Ecuador ist der YMCA auf weitere Spenden angewiesen.

Aktion Hoffnungszeichen unterstützt das Projekt. Gespendet werden kann hier über Aktion Hoffnungszeichen mit dem Stichwort: Erdbebenhilfe Ecuador – Nr. 42596.

In dem folgenden Video berichtet Jonas Löffler aus Ecuador:

Jonas Löffler, Journalist und Ehrenamtlicher im CVJM Erlangen, der seit vielen Jahren eine Partnerschaft zum YMCA Quito in Ecuador hat

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