„Er läuft und läuft und läuft … weiter“ – Verabschiedung von Matthias Ruf

Der passionierte Sportler Matthias Ruf verabschiedet sich vom CVJM-Gesamtverband

Der passionierte Sportler Matthias Ruf verabschiedet sich vom CVJM-Gesamtverband

Unter diesem Motto wurde am vergangenen Freitag (15. April) in feierlichem Rahmen Matthias Ruf aus seinem Amt als Geschäftsführer des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland e. V. verabschiedet.

Mehr als 16 Jahre hatte er sich um die Finanzen des Gesamtverbandes gekümmert, mit vielen Menschen arbeitete er in dieser Zeit zusammen. Etwa 170 Gäste kamen nach Kassel, um sich von Matthias Ruf zu verabschieden, darunter der ehemalige Generalsekretär Ulrich Parzany, der aktuelle Präses Karl-Heinz Stengel und der Generalsekretär des YMCA Europe Juan Simoes Iglesias.

Mit einem kleinen Ständchen von den Mitarbeitenden und Geschenken wurde Matthias Ruf in seinen neuen Lebensabschnitt gesendet. Darüber hinaus wurde er für sein langjähriges Engagement für den CVJM von Präses Karl-Heinz Stengel mit dem Goldenen Weltbundabzeichen geehrt.

Matthias Ruf und seine Familie freuen sich über die Verleihung des Goldenen Weltbundabzeichens

Matthias Ruf und seine Familie freuen sich über die Verleihung des Goldenen Weltbundabzeichens

Wie es bei Matthias Ruf beruflich und privat weitergeht, lest ihr im folgenden Interview, das er für die aktuelle Ausgabe der CVJM-Informationen gegeben hat:

 

Matthias Ruf wechselt in die Selbständigkeit

Lieber Matthias, etwas über 16 Jahre warst du Geschäftsführer im CVJM-Gesamtverband. Was war für dich das eindrücklichste Erlebnis zu Beginn deines Dienstes?

Eines der Fahrräder, mit denen die CVJMer/-innen im Jahr 2000 zur CVJM-Tour der Hoffnung unterwegs waren

Eines der Fahrräder, mit denen die CVJMer/-innen im Jahr 2000 zur CVJM-Tour der Hoffnung unterwegs waren

Die CVJM-Tour der Hoffnung im Jahr 2000. Das für mich bisher größte und erfolgreichste Fundraising- und Menschenmobilitätsprojekt, seit ich den CVJM kenne. Wir hatten gewettet, dass wir in sieben Tagen mit 500 Fahrrädern auf 18 verschiedenen Routen durch Deutschland 1 000 000 Kilometer fahren. Wir konnten 30 000 Menschen bewegen mitzufahren, haben ca. 1.400.000 DM zusammengeradelt und zum Schluss die Wette um wenige tausend Kilometer verloren. Die Organisation erfolgte ohne lange Abstimmungsprozesse innerhalb von sechs Monaten mit den Landesverbänden und lokalen Vereinen. Gesammelt haben wir, um den CVJM-Anteil des Pavillons der Hoffnung auf der Expo 2000 in Hannover zu finanzieren. Ein toller, herausfordernder und lehrreicher Einstieg in die deutschlandweite CVJM-Arbeit.

Welches waren die größten Herausforderungen?

Die tägliche Arbeit, die liegen bleibt und die Fehler, die ich hätte vermeiden können. Richtig geschmerzt haben mich die personellen Auseinandersetzungen und der Umbau des Gästehauses Hintersee – obwohl, vom Ergebnis ist das CVJM Aktivzentrum Hintersee jetzt sehr gut geworden, nur der Weg bis dahin war anstrengend. Herausfordernd waren auch die Insolvenz des CVJM-Nordbundes und die oft zu wenigen Ressourcen für wesentliche Arbeitsfelder. Wenn es gelegentlich aus meiner menschlichen Sicht zu „hart“ wurde, hat mir ein Bibelvers am Fuß des PC-Bildschirmes sehr geholfen: „Überlasst alle eure Sorgen Gott, denn er sorgt für euch.“

Wofür bist du besonders dankbar?

Innere und äußere Kräfte in den vielen arbeitsintensiven Jahren, eine mich fördernde Familie, das mir vielfältig entgegengebrachte Vertrauen. Horizonterweiterungen, Arbeits- und Einsatzfreude, die mir geschenkt wurde.

Etwa 170 Gäste waren zur Verabschiedung von Matthias Ruf nach Kassel gekommen

Etwa 170 Gäste waren zur Verabschiedung von Matthias Ruf nach Kassel gekommen

Die inhaltliche Ausrichtung der Arbeit ist mir als CVJM-Quereinsteiger sehr ans Herz gewachsen, Beteiligung an sieben Vereinsgründungen in meiner fünfjährigen Zeit im CVJM-Landesverband Berlin-Brandenburg (CVJM-Ostwerk), die vielen unterschiedlichen Vorstandsmitglieder mit ihrem hohen ehrenamtlichen Engagement, die gemeinsame Leitungsverantwortung, unser Team innerhalb der Geschäftsführung, das tragfähige Netzwerk der verantwortlich Mitarbeitenden und Kollegen in den Mitgliedsverbänden, der Aufbau der CVJM-Arbeit in Niger, die Fördermöglichkeiten der Hermann-Kupsch-Stiftung, die Berufung meines Nachfolgers Rainer Heid und vieles mehr.

Was bleibt nach deinem Abschied als Geschäftsführer?

Wir werden als Familie weiter in Kassel wohnen. Hier sind wir Mitglied und engagiert in der Freien Evangelischen Gemeinde. Sportlich bleiben wir der sportmissionarischen Arbeit von SRS e. V. treu und ebenso dem örtlichen Sportverein und dem regionalen Golfclub.

Was sind deine nächsten beruflichen Schritte?

Ab September 2016 plane ich mich selbständig zu machen. Die Firma, bei der ich gerne einsteigen möchte, heißt EDEN und hat ihren Sitz in der Schweiz. Es geht dabei um Angebote im Bereich Leadership, Team und Persönlichkeit. Das Ziel ist es, EDEN Deutschland zu gründen und dabei um mein zukünftiges verantwortliches Engagement als Geschäftsführer, Gesellschafter, Trainer, Coach und Berater. Im persönlichen Gespräch erzähle ich gerne mehr.

Danke Matthias! Für deine beruflichen Pläne und deinen weiteren Weg: alles Gute und Gottes Segen!

Die Fragen stellte Dorothee Pfrommer, Leitende Referentin für interne Organisation und Koordination

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