Ehemalige kehren als nebenamtliche Dozenten zurück ans CVJM-Kolleg

Andree Strötker ist CVJM-Kreisverbandssekretär des Kreisverbandes Bünde und Absolvent des CVJM-Kollegs. Er studierte im 75. Jahrgang am Kolleg, 2005 war seine Aussendung. Im Jahr 2012 kehrte er als nebenamtlicher Dozent an das CVJM-Kolleg zurück und ist darüber hinaus auch erstmalig an der CVJM-Hochschule als Workshopleiter tätig.

Andree Strötker lehrt als nebenamtlicher Dozent am CVJM-Kolleg Bilder: Studierende des CVJM-Kollegs

Andree Strötker lehrt als nebenamtlicher Dozent am CVJM-Kolleg
Bilder: Studierende des CVJM-Kollegs

In seiner Arbeit als Kreisverbandssekretär ist er für 16 Mitgliedsvereine verantwortlich. Seine Schwerpunkte im CVJM-Bildungswerk sind die Themen Kommunikation, Rhetorik und Gesprächsführung. Seine Erfahrungen aus der Praxis will er nun an die Studierenden weitergeben. Dies sei ein wichtiger Baustein der Arbeit am CVJM-Kolleg sagt Frank Weber, Dozent für Theologie: „Uns vom Kolleg ist die Verbindung zu den Ehemaligen und in die Praxis unserer Verein hinein sehr wichtig.“

Andree Strötker hat als Student sehr gute Erfahrungen am CVJM-Kolleg gemacht und will diese nun als nebenamtlicher Dozent weitergeben. Einmal im Jahr gibt er am Kolleg eine Kurswoche im ersten Semester.

Wir haben ihn zu einem Interview getroffen:

Was unterrichtest du?

Meine Fächer sind Rhetorik am Kolleg und Gesprächsführung und Sitzungsleitung an der Hochschule. An der Hochschule war ich im Zuge des Praxis-Begleitseminars erstmalig mit einem Workshop-Angebot dabei.

Warum ist es dir wichtig, am Kolleg zu unterrichten? Was willst du den Studierenden aus deiner Arbeit in der Praxis mitgeben?

Natürlich ist es zunächst die Freude daran, ihnen von meinem eigenen Wissen und meinen Erfahrungen etwas weiterzugeben. Mein Ziel ist es, dies praxisnah und -relevant zu tun. Dabei darf ich Themen unterrichten, die mir selber sehr viel Spaß machen und die ich für den späteren Beruf als sehr wichtig erachte. Ohne die Grundlagen der Rhetorik kann es passieren, dass ich in der Praxis meine Inhalte nicht transportiert bekomme oder eine Sitzung zu schwermütig wird.

Andree Strötker mit Studierenden des CVJM-Kollegs

Andree Strötker mit Studierenden des CVJM-Kollegs

Was macht dir Spaß an der Arbeit mit den Studierenden?

Mich begeistert, mit welcher Leidenschaft sie im Studium unterwegs sind. Ich freue mich, die Gaben vieler Studierender zu entdecken, von denen sie vielleicht selber noch gar nichts wussten und sie in dem zu ermutigen, was vielen von ihnen Sorge und Angst bereitet. Ich unterrichte keine inhaltlichen Themen, wie Pädagogik oder Theologie. Viel mehr geht es darum, wie man die Inhalte am besten transportieren kann. Das Schöne daran ist, dass bereits kleine Dinge in der Anwendung viel verändern können. Ich darf einer von denen sein, der diese individuellen Persönlichkeiten auf ihrem Lebensweg ein kleines Stück begleiten und auch ein wenig prägen darf.

 

Miriam Tölgyesi und die Studierenden des CVJM-Kollegs nähern sich dem Thema Kommunikationspsychologie an

Miriam Tölgyesi und die Studierenden des CVJM-Kollegs beschäftigen sich mit dem Thema Kommunikationspsychologie

Auch Miriam Tölgyesi ist nebenberuflich als Dozentin am CVJM-Kolleg tätig. Sie berichtet über ihre Kurswoche zum Thema Kommunikationspsychologie, die sie gerade gehalten hat:

Miteinander Reden – und das ohne Störungen!?
Eine Woche lang hat sich der zweite Jahrgang des CVJM-Kollegs in Theorie und praktischen Übungen mit verschiedenen Kommunikationsmodellen auseinandergesetzt. Was ist das Ergebnis? Niemand macht jemals mehr Fehler in der Kommunikation!? Nein, das wird selbst die nebenamtliche Dozentin Miriam Tölgyesi, CVJM-Jugendreferentin und systemische Therapeutin aus Mannheim, durch diese Woche nicht erreichen können… Es geht vielmehr darum, das Blickfeld zu erweitern, auch mal in die Sichtweise des Gegenübers einzutauchen, vor allem aber – sich selbst zu hinterfragen und die eigene Kommunikationsfähigkeit zu beleuchten, um den persönlichen Horizont zu erweitern.

Die Studierenden lernen, wie sie mit Konflikten umgehen können

Die Studierenden lernen, wie sie mit Konflikten umgehen können

Während der Woche wurden Methoden vorgestellt, um Konflikten vorzubeugen, wie z.B. durch das Konzept der „Gewaltfreien Kommunikation“ aber auch Strategien, um bereits entstandene Konflikte durch das Mittel „Mediation“ zu klären. Für jeden Teilnehmer waren neue und frische Impulse dabei, aber auch bereits angelegte Pfade konnten vertieft und gemeinsam ausgebaut werden.

Insgesamt schauen wir auf eine volle und bereichernde Woche zurück, die sowohl auf der persönlichen Ebene, als auch für das professionelle Handeln im Berufsleben ihre Früchte tragen wird.

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