Reisebericht zur YMCA Europe Staff Conference in Helsinki

Lisa-Marie Hucke studiert an der CVJM-Hochschule in Kassel und nahm Ende September an der 14. Euro­päi­schen CVJM-Sekretärskonferenz in Helsinki teil. Hier ist ihr Reisebericht:

Drei Studentinnen von der CVJM-Hochschule waren bei der YMCA Europe Staff Conference in Helsinki

Drei Studentinnen von der CVJM-Hochschule waren bei der YMCA Europe Staff Conference in Helsinki

Am 23. September morgens um 5 Uhr startete unsere kleine Delegation vom CVJM-Campus aus nach Helsinki. Mit dem Zug ging es zunächst einmal an den Frankfurter Flughafen. Dort gesellte sich das letzte Mitglied unserer kleinen Reisegruppe zu uns und schon ging es mit dem Flieger in die Lüfte. Nach einem gut zweistündigen Flug landeten wir in Helsinki und machten uns auf zur Metrostation, von der uns ein Shuttle-Bus abholte. Während dieser Fahrt konnten wir bereits einen ersten Eindruck von Helsinki gewinnen. Was uns relativ schnell auffiel, waren die vielen Nadelbäume und die besonderen geologischen Gegebenheiten vor Ort. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Häuser oft in einem dunklen Rot, Tannengrün oder Ockerfarben gestrichen sind. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Shuttle-Bus waren wir auch schon am Konferenzzentrum angekommen, welches direkt an der Ostsee im Wald liegt. Dort checkten wir in unsere Zimmer ein und danach ging es erst einmal direkt ans Meer, um die Umgebung zu erkunden. Beim Abendessen und dem daran anschließenden „finnischen Abend“ lernten wir die anderen Teilnehmer der Konferenz kennen. Bei Tanz, Spiel und dem Probieren finnischer Spezialitäten wurde viel gelacht und erste Kontakte konnten geknüpft werden.

An nächstem Morgen gab es nach einem ausgiebigen Frühstück eine Morgenandacht, welche von Henry Esche und uns Studentinnen musikalisch begleitet wurde. Henry hatte dabei einen so bleibenden Eindruck hinterlassen, dass er spontan als Cajon-Spieler Teil der Band wurde. Anschließend beschäftigten wir uns in einem Seminar mit Juan Simon Iglesias, dem Generalsekretär vom YMCA Europe, thematisch mit der „Flüchtlingsproblematik“ und der Rolle des YMCAs dabei. In Kleingruppen wurde das Thema anschließend weiter diskutiert. Am Nachmittag fand dann die erste Workshop-Einheit statt, bei der wir drei Studentinnen von der CVJM-Hochschule Henry Esche vom Institut für Erlebnispädagogik bei seinem Workshop unterstützten. Dafür bauten wir einen Mohak-Walk (einen Niedrigseilgarten) auf, den die Workshopteilnehmer gemeinsam als Gruppe bestreiten sollten, um dann im Anschluss ihren eigenen Seilgarten zu bauen. Dazu noch eine lustige Anekdote am Rande: Die Bezeichnung des Workshops lautete auf Englisch „mobile ropes“. Deswegen dachte eine Teilnehmerin, es würde in dem Workshop rund um das Thema Handy (im englischen mobile phone) und Seile gehen. Allerdings konnte sie keinen sinnvollen Zusammenhang zwischen diesen beiden Dingen herstellen und war deswegen sehr gespannt auf den Workshop. Am Abend erlebten wir dann einen Internationalen Abend, bei dem sich jedes Land kurz selbst auf kreative Weise vorstellte und im Anschluss genossen wir die mitgebrachten, landesüblichen Spezialitäten. Anschließend ging es zu einer Fete in die hauseigene Bar.

Nach dem Frühstück am Freitagmorgen gab es eine zweite Workshop-Einheit.

Gruppenfoto mit allen Konferenzteilnehmern

Gruppenfoto mit allen Konferenzteilnehmern

Am frühen Nachmittag wurden die Gruppenfotos der deutschen Delegation und aller Teilnehmer der Konferenz geschossen. Danach stand Sightseeing auf dem Programm. Punkt 14 Uhr legte die Fähre ab, die uns nach Suomenlinna, einer Festungsinsel vor Helsinki, bringen sollte. Auf Soumenlinna, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, erhielten wir in einem anderthalb-stündigen Vortrag einen Einblick in die finnische Geschichte und konnten bei strahlendem Sonnenschein Helsinki vom Meer aus betrachten. Anschließend brachte uns eine Fähre direkt in die Innenstadt von Helsinki. Dort hatten wir dann den restlichen Spätnachmittag und den Abend über Zeit, Helsinki auf eigene Faust zu erkunden. Am Abend holte uns dann ein Bus ab und fuhr uns zurück zum Konferenzzentrum. Bei dieser Gelegenheit stellten wir fest, dass es nur etwa eine halbe Stunde von der Innenstadt entfernt liegt.

Am nächsten Morgen gab es wiederum ein Seminar mit Juan Simon Iglesias, der uns die Arbeit und die Bedeutung des YMCA Europe erläuterte. Im Anschluss folgte die dritte Workshop-Einheit. Diesmal nutzten wir die Gelegenheit, um an einem anderen Outdoor-Workshop teilzunehmen. Aus zwei Kanus, vier Balken, einer Plane und einer Menge Seile, bauten wir Segelbote, die wir dann im Anschluss direkt auf ihre Seetauglichkeit testeten, indem wir mit ihnen in eine kleine Bucht rausfuhren. Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung. Es gab die Möglichkeit, eine alte finnische Sauna direkt am Meer zu benutzen. Abends war dann bereits nach einem meditativen Spaziergang in Stille das offizielle Ende der Konferenz. Danach feierten wir noch gemeinsam in der Bar und am nächsten Morgen machten sich dann alle wieder in Richtung Heimat auf den Weg.

Die Konferenz war für mich persönlich eine ganz besonderes Erlebnis. Ich habe viele neue Leute kennengelernt und meinen persönlichen Erfahrungshorizont erweitert. Viele der Teilnehmer waren an uns Studierenden und der CVJM-Hochschule interessiert und haben uns sehr freundlich aufgenommen. Daneben war der rege Austausch über landestypische Gewohnheiten in den Herkunftsländern der einzelnen Konferenzteilnehmer eine große Bereicherung für mich. Finnisch habe ich in der Zeit zwar nicht gelernt, aber dafür erfahren, dass Island nur acht CVJM-Sekretäre hat, die alle an der Konferenz teilgenommen haben.

Lisa-Marie Hucke, Studentin CVJM-Hochschule

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