Umfrage des CVJM Leipzig zum Zusammenleben von Einheimischen und Zuwanderern

Umfrage in Leipziger Stadtteil Schönefeld zeigt: Flüchtlinge sind überwiegend willkommen

Umfrage in Leipziger Stadtteil Schönefeld zeigt: Zuwanderer sind überwiegend willkommen

In einer Pressemitteilung ruft der CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V. „angesichts der jüngsten Brandanschläge auf Unterkünfte für Asylbewerber […] zu einem verstärkten gemeinsamen Eintreten für eine gelebte Willkommenskultur in Deutschland“ auf: „Wir begrüßen und unterstützen die außerordentlichen und pragmatischen Anstrengungen in vielen Bereichen unserer Gesellschaft, Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Wir nehmen aber auch die mit der Aufnahme von Flüchtlingen verbundenen Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern und die großen Herausforderungen für Behörden und politisch Verantwortliche wahr. Anschläge verurteilen wir aufs Schärfste als fremdenfeindliche und daher menschenfeindliche Übergriffe.“ Doch wie sieht das Zusammenleben von Einheimischen und Zuwanderern in der Realität aus?

Der CVJM Leipzig hat dazu im Frühjahr 2015 im Leipziger Stadtteil Schönefeld eine Umfrage zum Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft organisiert. Grundlage für die Befragung waren die Unruhen, Ängste und Sorgen, aber auch die schönen Projekte rund um eine Interims-Asylbewerberunterkunft Ende 2014. Zudem soll demnächst eine neue dezentrale Unterkunft in Schönefeld öffnen. Noch stehen der Eröffnungstermin und der Betreiber für die neue Unterkunft nicht fest. Doch legt man die Ergebnisse der Umfrage zugrunde, können sich die zukünftigen, neuen Bewohner auf eines verlassen: Sie werden von den Schönefeldern willkommen geheißen.

In einer nicht-repräsentativen Umfrage hatten 264 Schönefelder die Fragen des CVJM zum Miteinander von Bürgern unterschiedlicher Herkunft beantwortet. 65,5 Prozent waren der Meinung, dass es gut sei, wenn in Schönefeld Zuwanderer und Deutsche zusammenleben; 28,8 Prozent waren dagegen. 12 Prozent der Befragten sagten gar, sie würden hilfesuchenden Flüchtlingen einen Platz in ihrer eigenen Wohnung anbieten.

Eine große Mehrheit der Schönefelder empfindet die verschiedenen Lebensweisen von Minderheiten in Deutschland als bereichernd und schätzt die Vielfalt an Kulturen und Religionen.

Der CVJM Leipzig setzt sich mit verschiedenen Projekten dafür ein, den Zuwanderern ein Gefühl des Willkommens zu vermitteln. So werden sie etwa dabei unterstützt, sich die deutsche Sprache anzueignen. Bei Verständigungsproblemen werden ihnen Sprach- und Kulturmittler zur Verfügung gestellt.

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