CVJM-Missio-Center: Ein neues Kapitel

Keine Frage: das CVJM-Missio-Center hat Geschichte geschrieben. Mehr als 20 Jahre lang. Aber dieses Kapitel ist nun zu Ende gegangen. Beim Dankesfest und der Mitgliederversammlung des Fördervereins Ende Juni haben wir sozusagen die letzte Seite eines Kapitels aufgeschlagen: es wurde der letzte Jahrgang mit drei jungen und motivierten „Missios“ ausgesandt.

Braun_Huettmann

Dieter Braun (l.) und Karsten Hüttmann bei der Mitgliederversammlung

Aber das „Buch“ ist noch nicht zu Ende, denn der Auftrag geht noch weiter. Deshalb hat der Verein „CVJM-Zentrum für Evangelisation e. V.“ bereits in der Sitzung im April beschlossen, seine Arbeit fortzuführen und ein neues Kapitel zu beginnen und die Geschichte weiter fortzuschreiben: „Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen christlichen Konfessionen auszubilden und zu befähigen, das Reich Gottes unter jungen Menschen auszubreiten.“

Zwei Modelle führen missionarischen Auftrag fort

Model 1: Multiply

Ein vorläufiger Arbeitstitel für ein Format, bei dem es darum geht, gemeinsam mit jungen Leuten einen missionarischen Lebensstil einzuüben und sie befähigen, andere in der Nachfolge von Jesus anzuleiten, bzw. „Jüngerinnen und Jünger zu machen“ (Mt 28,19+20).

In der Umsetzung bedeutet das: 7-5-3-1:

  • 7 junge Menschen bilden zusammen eine Gruppe
  • 5 Wochenenden zwischen September und Juni, an denen sich die Gruppe an verschiedenen Orten trifft
  • 3 Elemente, mit denen sie sich an den Wochenenden beschäftigen: erfahrungsorientiertes Lernen, gabenorientiertes Probieren und menschenorientiertes „Multiplizieren“, d. h. selber eine Gruppe von 7 Leuten zu starten und so das Modell weiterzutragen
  • 1 Ziel, junge Menschen dazu ermutigen, befähigen und zu senden, lebenslang andere zu Jüngern zu machen

Losgehen wird es mit der ersten Gruppe im Herbst 2016. Jedes Jahr soll dann eine neue Gruppe gestartet werden.

Braun

Dieter Braun stellt das neue Konzept vor

Modell 2:  Worttransport-Jugendevangelisationen

Das Konzept hat sich bereits bewährt. Seit zehn Jahren wird es im EJW/CVJM Württemberg ständig weiterentwickelt. Ziel ist es einerseits Jugendevangelisationen vor Ort zu initiieren und zu unterstützen, und andererseits begabte junge Leute in der evangelistischen Verkündigung zu fördern.

In der Umsetzung bedeutet das:

  • Jedes Jahr werden in einer CVJM-Region in Deutschland evangelistische Worttransport-Wochen durchgeführt – zeitgleich in mehreren Orten.
  • Die Durchführungsorte  und die Evangelistinnen und Evangelisten werden entsprechend vorbereitet und in der Woche durch erfahrene Mentoren begleitet.

2015 wurde das Konzept erstmals auch im CVJM Baden durchgeführt. 2016 wird der CVJM Bayern folgen. Weitere Planungen gibt es mit dem Westbund. Weitere Regionen könnten folgen.

Stark in die Zukunft

Die Verantwortung für Organisation und Durchführung beider Modelle liegt zunächst bei Karsten Hüttmann, Leiter des Referats für missionarisch-programmatische Arbeit im CVJM-Gesamtverband, und Dieter Braun, Jugendevangelist und Dozent für Jugendevangelisation im EJW und CVJM-Gesamtverband.

Wünschenswert wäre mittelfristig die Schaffung einer neuen Personalstelle zur Leitung und Verbreitung dieser oder anderer Modelle durch die Unterstützung des Vereins. Wir sind dankbar für alle Wegbegleiter und Mitdenke bisher und bitten Gott für den Blick nach vorne, dass wir mutig voran gehen können.

Karsten Hüttmann
Leiter des Referats für missionarisch-programmatische Arbeit im CVJM-Gesamtverband

Dieter Braun
Jugendevangelist und Dozent für Jugendevangelisation

 

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  1. Liebe Leute,
    man merkt, im GV ist durch die neuen Referenten/-innen frischer Wind eingezogen – klasse! Damit schreibe ich nichts gegen die bisherigen Verantwortungsträger – sie haben zu ihrer Zeit einen guten und erfolgreichen Dienst getan – vielen Dank!!
    Ich finde diese und weitere jugendevangelistische Modelle richtig gut. Ich werde sie im CVJM Norddeutschland einbringen – wir werden sehen, was daraus wird.
    Allerdings: Ich meine, wir sind schon vor vielen Jahren modellgläubig geworden. Wenn ansprechende Konzepte und Modelle auf den Markt kommen, stehen manche Christen in der Gefahr zu meinen, damit könnten sie geistliches Leben schaffen, so nach dem Motto „Das Modell wird’s schon richten!“ Geistliches Leben schafft aber nur der Heilige Geist. Wenn der Geist von Jesus Christus nicht die Herzen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen evangelistisch entflammt, bleiben alle Modelle eine leere Hülse.
    Deshalb muss erstens die Umsetzung dieser Modelle immer mit geistlichen Essentials korrespondieren, vor allem mit der Gebetsbitte: ‚Herr, wenn dieses Modell in deinem Sinne ist, dann gebrauche es als dein Werkzeug und zeige uns das auch.‘ Zweitens muss ein Modell immer wieder mit biblisch-theologischen Fakten reflektiert werden.
    Damit schreibe ich bestimmt nichts Neues, aber ich wollte mit dieser RM darauf hinweisen, damit es nicht vergessen wird!!
    Danke für die Modelle, viel Erfolg bei der Umsetzung, beste Grüße, Friedemann Kretzer

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