Zwischen Pflicht und Kür

„Vieles nehme ich für mich mit.“ „Intensiv war’s.“ „Müde bin ich.“ „Nächstes Jahr komme ich wieder“ – so klangen die Stimmen der 51 Teilnehmer nach der Oster-Mitarbeiter-Schulung des CVJM-Ostwerk. Eine knappe Woche haben die 12- bis 25-Jährigen in der PerspektivFabrik in Mötzow miteinander verbracht, um sich weiter für ihr Ehrenamt zu qualifizieren.

Die Mädchen und Jungen wurden in den Bereichen Pädagogik, Theologie, Seelsorge sowie Rechts- und Versicherungsfragen geschult. Sie erfuhren mehr über die Entstehung der Bibel, gewaltfreie Kommunikation oder den Umgang mit dem Thema Kindeswohlgefährdung. So auch Henry Nowack, der bereits zum dritten Mal bei der Oster-Mitarbeiter-Schulung dabei war. Der 16-Jährige engagiert sich im CVJM Region Groß Kreutz in einer Kindergruppe und berichtet, dass er auf der Schulung gelernt hat, Andachten zu schreiben und zu halten. „Natürlich fließt dieses Wissen in mein wöchentliches Ehrenamt mit ein“, erklärt er. „Insgesamt habe ich aber auch viel über mich hier  gelernt. Das möchte ich nicht missen.“

Bei der Oster-Mitarbeiter-Schulung haben sich 51 Teilnehmer für ihr Ehrenamt weitergebildet

Bei der Oster-Mitarbeiter-Schulung haben sich 51 Teilnehmer für ihr Ehrenamt weitergebildet

Eine Mischung aus theoretischem Wissen und praktischen Erfahrungen, verbunden mit Fragen nach dem „Wer bin ich?“ oder „Wo will ich hin?“, zeichnen diese Schulung aus. Zum einen merkten viele der Teilnehmer stärker als im lokalen Verein, dass sie Teil des deutschlandweiten CVJM sind und zum anderen nehmen sie selbst mit, was sie später an andere weitergeben.

Themen wie Selbstreflexion und Selbstwirksamkeit zogen sich durch alle Unterrichtseinheiten. Den Jugendlichen erfahrbar zu machen, wer sie sind, dass sie etwas können und dass Gemeinschaft gut tut, war den Mitarbeitern der Schulung sehr wichtig. „Je klarer ich mir meiner selbst bewusst bin, desto entspannter kann ich mit anderen umgehen“, erklärte Claus Hassing, Leiter des CVJM-Ostwerk, diesen Ansatz. „Dazu gehört auch sich ausprobieren zu können und Fehler machen zu dürfen.“

Neben den Unterrichtseinheiten bieten dazu die Workshops, die von Handlettering, Beach-Volleyball, Kanu fahren bis hin zum Singen reichten, viel Gelegenheit. Überall erlebten sich die Jugendlichen einmal anders als in der Schule oder zu Hause. Sie machten Erfahrungen, die sonst so im Alltag nicht möglich sind und kehrten nach der Woche Schulung dorthin gestärkt zurück – auch wenn die meisten sich erst einmal wieder richtig ausschlafen müssen.

Autorin: Carmen Behrens, CVJM-Ostwerk

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