Mit Ebola kommt jetzt der Hunger

Dank der Initiative von Christoph Weiland und dem Kreisverband Lüdenscheid konnte dem YMCA Sierra Leone über die Aktion Hoffnungszeichen des CVJM-Gesamtverbandes 8.000 € u. a. für Ebola-Aufklärung überwiesen werden. Alle internationalen Partner des YMCA werden so an die 50.000 US $ für diese Arbeit aufbringen. Damit engagiert sich CVJM/YMCA direkt an der „Ebola-Front“.

Inzwischen erreichte uns aber die Nachricht, dass eine „Ebola-Hunger-Front“ die YMCA-Familien vor allem in den Bereichen Bo, Kenema und Kailahun bedroht. So schreibt Christian Kamara, der Generalsekretär des YMCA Sierra Leone: Unsere Wirtschaft geht bergab. Innerhalb der letzten Tage wurden Geschäfte geschlossen und noch viel mehr. Verschiedene Güter werden rar. Im Land hungern Menschen, denn über 50% von unseren Bürgern sind von täglichen Verkäufen/Umsatz abhängig und bestreiten ihren Lebensunterhalt von diesen Geschäften.“

Und unabhängig von ihm schreibt Alimamy Sartie, Vorsitzender des YMCA Kulanda Town, Bo: „Ich denke, Ihr habt von dem entsetzlichen Ebola-Virus gehört, der das Leben der Menschen in der Region Sierra Leone, Liberia und Guinea zerstört. Dazu kommt noch, dass Kailahun und Kenema unter Quarantäne gestellt wurden, wo die meisten der hiesigen Nahrungsmittel produziert werden. Dadurch steigen die Preise für Lebensmittel fast jeden Tag und die Einkommenslage der Menschen, besonders unserer Mitglieder, ist sehr niedrig. Meine Furcht ist, dass der Hunger viele Menschen töten wird, wenn nichts unternommen wird.“

Diese Not wird auch von deutschen Mitarbeiterinnen von EED und Brot für die Welt bestätigt.

In dieser aktuellen Notlage hat der Weltdienst-Finanzkoordinierungsbeirat des CVJM-Westbunds in einer Dringlichkeitsentscheidung beschlossen, dem YMCA Sierra Leone aus der Rücklage 10.000 € für „Solidarity Rice“ zur Verfügung zu stellen. In einer ähnlichen Situation während des Rebellenkrieges konnte mit solchen Nothilfegeldern aus dem CVJM-Westbund Nahrungsmittelhilfe geleistet werden. Der „Solidarity Rice“ von damals ist immer noch in den Köpfen und Herzen der Leute. Er konnte nicht grundsätzlich „Überleben“ sichern, war aber ein wichtiges schmeckbares Zeichen der Solidarität in großer Not.

Mit diesem Geld werden nun 450 YMCA-Familien im Hinterland von Sierra Leone mit einer Monatsration Reis versorgt. Wie sich die Situation in den nächsten Wochen entwickelt, werden wir genau beobachten.

Die Nothilfe kann unter dem Stichwort „SL-Reis“ auf das Westbund-Konto durch Spenden unterstützt werden:

IBAN: DE77 3506 0190 1010 2570 14
BIC: GENODED1DKD

bzw. Kto-Nr.: 1.010.257.014, KD-Bank Dortmund, BLZ 350.601.90 .

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  1. Ich glaube nicht, dass der Ebola-Virus nur Afrika bedroht. Diese verhehrende Krankheit wird sich auf der ganzen Welt verbreiten, wenn es nicht gelingt sie schnellstens zu besiegen. Es kann uns auch nicht egal sein, wie es den Menschen in Afrika geht.

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