Ökumene Leben

Gemeinsamer Studientag von CVJM-Kolleg und CVJM-Hochschule

Dienstag, der 1. April, 8:00 Uhr. Die Campushalle des CVJM-Kollegs und der CVJM-Hochschule füllt sich mit Studierenden, Dozentinnen, Professoren, Gastdozenten und Gästen. Sie alle sind erschienen, um gemeinsam den Studientag zu erleben.

„Gemeinsam“ ist hier das entscheidende Stichwort. Unter dem Motto „Ökumene leben“ beschäftigen sich die Studierenden und Dozenten mit der Frage „Wie können wir ökumenisch miteinander leben?“. Oder um es mit den Worten des Hochschulrektors Rüdiger Gebhardt auszudrücken: „Gibt es eine Brücke über alle theologischen Gräben?“. Ein durchaus aktuelles Thema, welches auf dem Campus des CVJM-Kollegs und der CVJM-Hochschule, auf dem viele Studenten aus den unterschiedlichsten Hintergründen zusammen kommen, von großer Bedeutung ist.

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An Kolleg und Hochschule studieren junge Menschen mit unterschiedlichsten Konfessionen und theologischen Hintergründen. Der Studientag diente dem Anliegen, dass alle ihren Platz finden.

Gestartet wird der Tag mit einer gemeinsamen Andacht unter der Leitung von Ursel Luh-Maier. In Anbetung und Gebet richten wir uns gemeinsam auf Gott aus und stellen den Tag unter seinen Segen.
Anschließend stellen sich sechs Studierende von Kolleg und Hochschule in einem Podiumsgespräch unter der Leitung von Dr. Florian Karcher vor. In dem Gespräch geht es um die religiösen Hintergründe, Prägungen und Glaubensformen der Studierenden. Ob katholisch, evangelisch, charismatisch oder gemischt geprägt; alle finden hier ihren Platz und äußern gleichzeitig auch Kritik und Mängel an dem ökumenisch geistlichen Leben am Campus.

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Neben Studierenden von Kolleg und Hochschule kamen auch viele Gäste insbesondere zur Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt.

Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt, der frisch amtierende Rektor der Hochschule, schließt nun mit seiner Antrittsrede an. „Gibt es eine Brücke über alle theologischen Gräben?“. Das ist hier die Leitfrage. „Die Zersplitterung der Christenheit tut mir weh.“, bekennt Gebhardt. Schließlich spreche die Bibel von einer Einheit der Christen. Kann das also möglich sein? Es ist möglich, so Gebhardt. Es gibt eine Brücke namens „Rechtfertigungslehre“, die über jegliche Gräben hinwegtragen kann. Gnade, Glaube, die Heilige Schrift und Jesus Christen bilden unsere gemeinsame Basis und unsere Brücke, auf der wir einander begegnen können, unabhängig von unseren Prägungen und favorisierten Glaubensformen.

Nach dieser eindrucksvollen Rede werden die einzelnen Seminare vorgestellt und die Masse verteilt sich über das Campusgelände in die verschiedenen Räumlichkeiten. Insgesamt werden sechs Seminare gehalten. Es geht zum Beispiel um Ökumene im europäischen CVJM-Kontext oder um Liturgie und die Frage, was der 1. FC Köln damit zu tun hat. Johannes Weth erzählt vom Projekt Himmelsfels, Herr Gebhardt lässt sich auf Fragen und Diskussionen mit den Studierenden ein und wer noch gar nicht weiß, was er mit Ökumene anfangen soll, kann sich über die verschiedenen Ausprägungen und Gemeinschaftsformen informieren lassen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Tagungshaus und einem zweiten Durchlauf der Seminare finden sich alle wieder in der Campushalle zusammen. Zwei der Seminare werden noch einmal im Plenum vorgestellt. Unter anderem Johannes Weth spricht noch einmal ausführlicher über den Himmelsfels, einem Begegnungsort für Menschen aus verschiedenen Konfessionen und Nationalitäten. Mit den Worten „Die Wahrheit begreifen wir nur im Staunen, nicht im Wissen“, schließt er den Vortrag.

Zum Abschluss des Tages feiern wir gemeinsam Gottesdienst mit Lobpreis, Abendmahl und verschiedenen Stationen.
Viele sind sich einig: Dieser gemeinsame Tag war eine Bereicherung für die Campusgemeinschaft und das ökumenische Miteinander im Glauben, im Lernen und Lehren.

Constanze Götz und Kimberly Kirchhoff

 

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