Auf die Frucht kommt es an

Lebt als Kinder des Lichts, die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

(Epheser 5, 8b-9)

 

Roland Werners Impuls auf dem CVJM-Blog

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Die Ausgrabungen in Qumran im Jordantal haben es zeigt: Dort, in der Gemeinschaft der Essener, drehte sich viel um die Unterscheidung der Menschen in „Kinder des Lichts“ und in „Kinder der Dunkelheit“. Am Ende der Zeit, so wurde dort gelehrt, werden die Söhne des Lichts in einem Entscheidungskampf die Söhne der Finsternis endgültig besiegen. Übrigens sahen die Qumranleute fast alle anderen Menschen als Kinder der Finsternis und vor allem sich selbst als Lichtsöhne.

Der Apostel Paulus nimmt in seinem Lehrbrief an die Christen in Ephesus diesen Begriff auf. Doch er macht deutlich, dass der entscheidende Kampf an einer ganz anderen Stelle zu führen ist: Nämlich in unserem eigenen Leben, in unserem eigenen Herzen. In unserem Denken, Fühlen und Wollen. Es geht nicht darum, dass die Christusnachfolger gegen andere Menschen kämpfen, sondern einen Kampf gegen die Sünde und Ungerechtigkeit in ihrem eigenen Leben führen.

Als „Kinder des Lichts“ zu leben heißt für Christen also, sich nach Jesus auszurichten. Er ist ihr Meister, ihr Lehrer, ihr Vorbild. Jesus lebte ein Leben voller Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. Das ist auch der Maßstab für uns als Jesusleute. Wir sollen danach streben, dass diese Eigenschaften, diese Tugenden, unser Leben prägen.

Dass dazu ein bewusster Einsatz gefordert ist, ist klar. Denn wenn auch, im Bild gesprochen, die Frucht letztlich „von allein“ wächst, so kommt es doch darauf an, dass wir die richtigen Wachstumsbedingungen schaffen. An dieser Stelle hat unser Leben als Christ etwas mit Disziplin, mit bewusstem Einsatz, mit Anstrengung, mit Übung und Einübung zu tun.

So ist die Aufforderung, als „Kinder des Lichts“ zu leben, notwendig und zeitgemäß. Die Werte und Vorurteile unserer Zeit wollen uns in eine andere Richtung prägen. Da stehen unser eigener Vorteil und unser eigenes Wohlergehen, unser Genuss und unsere Selbstbezogenheit im Vordergrund, ganz egal, was Gottes Wort sagt. Am Ende bleibt also die Frage, wie wir uns entscheiden. Ob wir die Herausforderung annehmen oder nicht. Hoffentlich hilft uns dabei das Wissen, dass Gott Licht ist, und in ihm ist keine Finsternis.“ (1Joh 1,5)

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