Was Gott wirklich wichtig ist

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19, 10

Roland Werners Impuls auf dem CVJM-Blog

Ein kurzer Satz. Immer, wenn Jesus vom „Menschensohn“ spricht, spricht er über sich selbst. Er spricht von seiner Sendung. Von seinem Auftrag. Von seiner Identität.

Drei Verben stecken in diesem Satz. Drei Handlungswörter. Drei Aktionen: Gekommen, suchen, selig machen.“ Diese drei Wörter fassen das ganze Evangelium zusammen. Drei Verben, die zeigen, was Gott wirklich wichtig ist.

Zuerst: Gekommen. Das heißt: Gott bleibt nicht fern. Er hat sich auf dem Weg zu uns gemacht. In Jesus ist er in diese Welt gekommen. Hat sie erlebt und erlitten. Ist an ihr zu Tode gekommen.

Dann: Suchen. Nicht nur die, die auf ihn warten und nach ihm fragen, will er. Sondern: Jesus ist auf der Suche nach denen, die sich verstecken. Nach denen, die von ihm weglaufen. Nach denen, die gleichgültig sind. In Jesus zeigt sich der Menschen-suchende Gott. Unglaublich. Aber wahr.

Und zuletzt: Selig zu machen. In unserer heutigen Sprache müssten wir es anders ausdrücken. Retten, befreien, herauslösen… Denn es geht nicht um ein Gefühl der Glückseligkeit, sondern um eine neue Lebenssituation.

„Genau dafür ist der ewige Menschensohn in diese Welt gekommen: Er sucht und rettet die Menschen, die ihr Leben fern von Gott führen.“ (dasbuch.NT).

Ich freue mich über diese klare Zielangabe von Jesus. Denn ich weiß, dass das meine einzige echte Chance ist. Meine Chance für ein echtes Leben, in Zeit und in Ewigkeit. Ohne sein Eingreifen bleibe ich verloren. Selbst kann ich mich nicht erlösen. Und so gilt es für mich, wie für jeden anderen auch: Jesus ist gekommen, um uns zu suchen und zu retten.

Wenn wir das begreifen, wird unser Leben neu. Die Folge: Wir verstehen, was Gott wirklich wichtig ist. Und das wird dann auch uns mehr und mehr wichtig. In seinem Namen gehen wir dann auch hin zu den Menschen, und laden sie ein zu dem, der gekommen ist, um uns alle zu suchen und selig zu machen.

 

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  1. Was wäre wenn man uns nicht gelehrt hätte das wir erlöst werden müssen – hast Du Dich das jemals ehrlich gefragt? Kannst Du das überhaupt als Frage an Dein Herz wirklich zulassen, ganz offen für jede mögliche Antwort? Oder hast Du schon alle Antworten in Predigten und Büchern geklärt im Kopf? Was, wenn es garnicht um „verlorene Menschen“ geht? Was, wenn alle Menschen im Innersten schon Brüder sind? Was wenn nicht nur die „richtigen“ Gläubigen irgendeiner Religion recht haben und somit alle anderen Unrecht. Was, wenn es garnicht um richtig und falsch, gerettet oder verloren geht? Was, wenn am Ende Gott doch alle in den Himmel lässt? Was, wenn da auch der letzte Inder, Moslem oder Hindu Platz hat, weil die Liebe tatsächlich keine Grenzen kennt? Was, wenn es plötzlich doch viele Wege nach Rom gäbe und man in jedem Mensch einen Buder sieht statt einen Verlorenen? Was wenn der Kampf um die einzige wahre Lehre um das einzig göttliche Buch aufgegeben wird. Wer bist Du dann? Was bleibt dann in Dir übrig? Ist es Liebe? Angst? Ein verlorenes Gottesbild? Wahrheit? Freiheit? Friede? Verzweiflung? Keine Antwort auf die Frage wer abseits von Deinem erlernten Gottesbild Gott wirklich sein könnte? Und wer der Schöpfer vom Gott Deiner Lehre eigentlich ist? Zuviele echte Fragen, zuviel Licht? Lieber bei den sicheren Amtworten bleiben? Oder mal alles auf Anfang und allein das Herz befragen um die Stimme Gottes zu hören? Wen. Durch Esel und Steine spricht, braucht er sicher kein Buch und ihm genügt ein offenes, stilles, hörendes Herz, ganz ohne Story. Dann höre für Dich ganz allein was Gott wichtig ist, nicht das was andere Glauben was Gott wichtig ist. Denn jeder sieht ein Bild durch seine eigens geprägte Lebensbrille. Und so darf es auch sein 🙂

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