Afghanistan und Jugendarbeit

Udo Gädechens nahm erfolgreich an PiP in Grömitz teil.

Der CDU-Wahlkreisabgeordnete Ingo Gädechens hat am 21.07.2012 die Familienfreizeit des CVJM-Kreisverbandes Lippe (Christlicher Verein Junger Menschen) im Ostseebad Grömitz besucht. An dem Camp nehmen Familien aller sozialer Schichten aus Lippe/NRW teil. Nach einem Rundgang durch das CVJM-Feriendorf Grömitz und einem gemeinsamen Mittagessen stand Ingo Gädechens Teilnehmenden und Mitarbeitenden der Familienfreizeit Rede und Antwort.

Interessenvertreter des Wahlkreises

Rundgang über das Gelände.

Von Ingo Gädechens erfuhren die Gäste aus Lippe, dass demnächst ein Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland gebaut werden solle. Ingo Gädechens setzt sich dafür ein, dass es für die jetzigen Beschäftigten im dann wegfallenden Fährverkehr neue Jobs gibt. Außerdem ist es ihm wichtig dafür zu sorgen, dass die Belastungen der Bürger durch die damit verbundene zweispurige Eisenbahnanbindung möglichst gering ausfallen.

Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr

Thema war auch die Situation in Afghanistan, zu der der Verteidigungspolitiker Gädechens aus eigener Erfahrung berichten konnte. So hat er Soldaten, die vor ihrem Afghanistaneinsatz in hiesigen Wahlkreis stationiert waren, bereits besucht und sei mit ihnen im Einsatzgebiet unterwegs gewesen. Die Soldaten hätten dabei auch sehr offen über ihre Probleme mit ihm gesprochen, was er auch darauf zurückführt, dass er selber einmal Berufssoldat war. Allerdings geht er mit seinen Afghanistanbesuchen sparsam um, denn er weiß um die zusätzliche Anspannung bei der Truppe vor Ort, wenn Besuch kommt.
Gädechens verwies auf die Fortschritte im Bildungsbereich in Afghanistan, die ohne die Anwesenheit der NATO-Truppen nicht möglich gewesen seien. Jetzt könnten Mädchen wieder zur Schule gehen. Bildung sei die Voraussetzung, um das Land aufzubauen und bedeute auch berufliche Perspektiven für junge Menschen, die sich dann eher dafür entscheiden würden im Land zu bleiben.

Wehrpflicht ade und jetzt?

Gädechens verteidigte die Aussetzung der Wehrpflicht, denn die Wehrgerechtigkeit sei längst nicht mehr gegeben gewesen. Für viele junge Männer sei allerdings der Zivildienst ein prägendes soziales Lernfeld gewesen, der mit der Aussetzung der Wehrpflicht auch weggefallen sei, so ein Mitarbeiter. Parallel dazu sei die Gymnasialzeit verkürzt worden, was zu einer stärkeren Belastung der Schüler und zu weniger Zeit für ihr ehrenamtliches Engagement geführt habe. Irgendwo müssten junge Menschen aber auch lernen, dass der Staat nicht nur dazu da sei, den Bürgern in Notlagen zu helfen, sondern dass im Gegenzug auch eigenes Engagement gefragt sei, so Gädechens. Hier fehle bisher noch die durchschlagende Idee.

Rahmenbedingungen für Jugendarbeit

Udo Gädechens im Gespräch

Ingo Hojer, Geschäftsführer des CVJM-Kreisverbandes Lippe verwies auf die sich verschlechternden Rahmenbedingungen der Kinder- und Jugendarbeit. Eine ständig wachsende Bürokratie verschlinge zunehmend Arbeitszeit. Ehrenamtliche Küchenteams für Freizeiten seien kaum noch zu finden bei den inzwischen zahlreichen Hygienevorschriften, die zu beachten seien. Während auf der einen Seite immer mehr verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche an Freizeiten teilnehmen würden, bei denen ehrenamtlich Mitarbeitende an ihre Grenzen kämen und die zum Teil eine 1:1-Betreuung benötigten, würden öffentliche Zuschüsse für die Kinder- und Jugendarbeit zurückgefahren. Sigrid Müller, Referentin für Jugendpolitik im CVJM-Gesamtverband verwies in dem Zusammenhang darauf, dass die Ausgaben für die Jugendhilfe insgesamt steigen. Da aber immer mehr Kinder und Jugendliche intensive pädagogische und damit teure Maßnahmen benötigten, sparten klamme Kommunen am Ende bei der Jugendarbeit, um die Mehrausgaben wenigstens teilweise zu kompensieren. Dieses Sparen an der Prävention führe anschließend wieder zu steigenden Kosten für die intensiven pädagogischen Maßnahmen.

Der Besuch von Ingo Gädechens, MdB, fand im Rahmen der diesjährigen 16. bundesweiten Aktion “Miteinander reden – voneinander lernen: Politikerinnen und Politiker beim CVJM“ statt. Bundesjugendministerin Dr. Kristina Schröder hat die Schirmherrschaft dafür übernommen.

(Quelle: www.cvjm.de)

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