Ein Jahr beim YMCA Costa Rica -„¡Demasiado chiva!“

„¡Demasiado chiva!“ – das wäre vermutlich die Antwort, wenn man einen von uns fragen würde, wie wir über unser Volontariat in Costa Rica denken und lässt sich mit „unglaublich cool!“ übersetzen.

Wir, das sind Jeremias und Daniel, die beiden aktuellen Volontäre des CVJM Pfalz beim YMCA Costa Rica.

Jeremias und Daniel mit costa-ricanischer Flagge

Unser Einsatzplatz in Costa Rica liegt im Viertel Purral, einem Armutsviertel am Rande der Hauptstadt Costa Ricas, San José. Dort arbeiten wir in der vom YMCA (in Kooperation mit dem Staat) betriebenen Kindertagesstätte Ana Frank in unterschiedlichen Gruppen mit Kindern im Alter von drei Monaten bis zwölf Jahren.

Außerdem engagieren wir uns zusätzlich im YMCA durch eigene Projekte, wie zum Beispiel die Renovierung der Kletterwand, die Gründung einer neuen Jugendgruppe, Arbeit mit den Freiwilligen vor Ort sowie durch die Umsetzung weiterer Ideen.

Nach einer Orientierungsphase, in der wir im monatlichen Wechsel die vier verschiedenen Gruppen, welche nach Altersstufen geteilt sind, kennenlernen durften, arbeiten wir seit Anfang Februar für den Rest unseres Freiwilligendienstes fest in einer von uns ausgesuchten Gruppe.

Unser Arbeitsplatz: die Kindertagesstätte Ana Frank des YMCA in Purral

Seitdem ist Jeremias bei den Vorschulkindern tätig und Daniel bei Grundschülern.

Außerhalb der Kindertagesstätte organisieren die einheimischen Volontäre des YMCA Costa Rica zweimal im Monat einen offenen Kinder- und Jugendtreff, den „Club ACJ“, für Kinder und Jugendliche aus dem Viertel. Unter anderem bekommen die Kinder dort ein warmes Mittagessen und es wird ein vielfältiges Programm aus sportlicher Betätigung, Bastelaktionen und christlicher Arbeit für sie gestaltet.

Die Kinder und Angestellten der Kindertagesstätte am „Día de Locos“, dem „Tag der Verrückten“, mit sehr kreativen Verkleidungen

Des Weiteren steht Daniel aktuell im Gespräch mit ‚Don Luis‘, dem Generalsekretär des YMCA Costa Rica, und den Volontären über die Gründung einer neuen Jugendgruppe, die sich an Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren richten soll.

Abgesehen davon sind weitere handwerkliche Projekte, wie der Bau von Bänken auf dem Hof der Kindertagesstätte, um damit die Enden von Stahlpfeilern, welche von einem nicht fertig gestellten Bauprojekt übrig geblieben sind, abzudecken und somit die Unfallgefahr für die Kinder zu reduzieren, von uns geplant. Außerdem wollen wir in einer Art „Urban Gardening“-Projekt einen kleinen Nutzgarten für die Küche der Kindertagesstätte anlegen, welcher von den Grundschülern bewirtschaftet werden soll.

Untergebracht sind wir Volontäre in costa-ricanischen Gastfamilien, welche alle in unmittelbarer Nähe zu unserem Arbeitsplatz wohnen.

Unsere Nachbarschaft Kuru, ein Teil des Viertels Purral

Während ein Großteil der Kinder aus einem sehr armen Teil von Purral kommt, wohnen wir bei Familien, die der örtlichen Mittelschicht zuzurechnen sind. Der Lebensstandard in Costa Rica entspricht, zumindest in unseren Gastfamilien, fast dem, den wir aus Deutschland gewohnt sind.

Im Allgemeinen unterscheiden sich die Familien in Costa Rica stark von unseren in Deutschland. Häufig sind sie deutlich größer und das Alter der Mütter oftmals geringer. Außerdem besitzen die Beziehungen zu Familienmitgliedern eine deutlich höhere Priorität im Leben der Ticos (so nennen sich die Costaricaner selbst) und werden dementsprechend intensiver gepflegt.

Auch wir Deutschen wurden sehr schnell und mit offenen Armen in diese Familienwelt aufgenommen.

Wir hoffen, dass wir euch mit diesem Artikel einen kleinen Einblick in unser Leben und unsere Arbeit in Costa Rica geben konnten und du nun nachvollziehen kannst, warum wir beide sehr positiv auf unsere bisherige Zeit hier zurückblicken und die kommenden fünf Monate freudig erwarten.

Liebe Grüße aus Costa Rica, Daniel und Jeremias

Ihr interessiert euch für einen Freiwilligendienst mit dem CVJM im Ausland?  Weitere Informationen dazu findet ihr auf unserer Webseite.

Die Kindertagesstätte Ana Frank unterstützen …

… könnt ihr mit einer Spende www.cvjm.de/spenden unter Angabe der Projekt Nr. 42380.

Nähere Infos zum Projekt gibt es auch auf unserer AHZ-Website.

Die zwei Freiwilligen werden durch das BMZ-Programm weltwärts gefördert

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