CVJM weltweit – Grenzen überwinden

Etwa 5.000 Kilometer trennen die Grenzen Nigers und Deutschlands voneinander. Eine große Distanz, die Mamane, ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des YMCA Niger auf sich nahm, um ein Jahr Freiwilligendienst im CVJM Schlesische Oberlausitz, in Kooperation mit dem EVJU e. V. und dem esta e. V., zu absolvieren – von Niamey nach Görlitz. Was es da für Grenzen zu überwinden galt, erzählt er uns hier:

Mamane

„Als ich gefragt wurde, ob ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in Deutschland machen möchte, klang das für mich sehr spannend und gleichzeitig herausfordernd. Natürlich sagte ich ja, auch wenn ich noch nicht zu 100 % wusste, worauf ich mich da einlasse. Erst in Deutschland angekommen, merkte ich, dass insbesondere die Sprache eine große Grenze darstellte, die es zu überwinden galt.

Da ich viel mit Kindern und Jugendlichen arbeite, konnte ich durch Fußballspielen und andere Aktivitäten diese Grenzen trotz fehlender Deutschkenntnisse zumindest teilweise gleich am Anfang überwinden. Je mehr Deutsch ich lernte, desto besser fand ich den Zugang zu den Kindern und Jugendlichen in meiner Arbeit.

Eine weitere Grenze war die Verlängerung meines Visums, das vorerst nur für drei Monate ausgestellt war (nachdem ich es endlich nach über einem Jahr Antragshorrorszenario überhaupt erhalten hatte!!). Ich hatte große Sorge, ob das alles klargeht oder ich im schlimmsten Fall vielleicht sogar mein Freiwilliges Jahr abbrechen muss. Aber meine Mentorin vom CVJM ging mit mir auf die Görlitzer Ausländerbehörde und es war alles kein Problem – eine Grenze, die wider Erwarten leicht zu überwinden war.

Natürlich gab und gibt es auch kulturelle Grenzen, die ich teils überwinden und teils einfach akzeptieren musste. Das stört mich aber nicht, weil mir die deutsche Kultur insgesamt gut gefällt und ich mich auch an das Pünktlichsein schnell gewöhnt habe. Von meiner eigenen Kultur konnte ich an verschiedenen Stellen Dinge mit einbringen und die Kinder und Jugendlichen über Spiele, Tänze und Bilder daran teilhaben lassen.

Mamane bringt afrikanisches Flair in den CVJM Schlesische Oberlausitz

Ich kann nur jedem empfehlen, die Chance zu nutzen und Grenzen zu überwinden. Oft entdeckt man wertvolle Dinge auf der anderen Seite, von denen man niemals gedacht hätte, dass sie einem begegnen!“

Weitere Infos unter : www.cvjm-schlesien.de/content/international

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  1. Ja, dass war ein tolles Jahr mit Mamane hier in Görlitz. Zur Zeit haben wir beim esta e.V. wieder einen Freiwilligen aus der Heimat von Mamane. Bachir ist bei uns und macht unsere Arbeit gemeinsam mit den anderen internationalen Freiwilligen aus Frankreich und Spanien bunt!

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