YMCA-Zentren in Bo: Stärkung nach guter Arbeit

Ein Beitrag von Eckard M. Geisler

Um nach Bo, der zweitgrößten Stadt im Hinterland von Sierra Leone in Westafrika zu gelangen, muss man gute vier Stunden mit dem Wagen von der Hauptstadt Freetown, die an der Küste liegt, einplanen.

Central YMCA in Bo im Hinterland von Sierra Leone

Nach dem Ende des Rebellenkrieges wurde auch hier die Infrastruktur des YMCA intensiv ausgebaut. Jetzt gibt es in der Stadt das Zentrum der YMCA-Südregion und das des Central YMCA von Bo, des ältesten Vereins in der Stadt.

Interessant ist, dass in den beiden Großstädten Freetown und Bo jeweils mehrere Vorortvereine Angebote machen. Das macht auch Sinn, denn bei den finanziell schmalen Haushalten will man den eigenen Verein erreichen, ohne große Fahrtkosten zu haben; denn wer kann es sich hier denn überhaupt leisten, privat ein Auto zu unterhalten …?

Blick auf den Innenhof des Central YMCA Bo

Der CVJM Rahden (Ostwestfalen) hat schon seit mehreren Jahrzenten eine Partnerschaft mit dem Central YMCA in Bo und unterstützte schon immer dessen Schneidereiausbildungsprojekt, erst in einem angemieteten Gebäude und dann, als der Vertrag gekündigt wurde, strebte man ein eigenes kleines YMCA-Zentrum an.

Da nicht gleich tausende Euro verfügbar sind, braucht es so einige Jahre, bis es nach und nach fertiggestellt werden kann.

YMCA-Regionalzentrum Bo

In Westafrika ist das kein Problem, denn hier gibt es keinen Frost, der einen Rohbau beschädigen könnte. Die letzten Aktionen hier waren das Ausheben und Abdecken eines Brunnens und die Sicherung des Gebäudes mit einer Grundstücksmauer. Dabei geht es aber gar nicht um das Errichten von „Denkmälern“ sondern darum, jungen Menschen Raum zu geben, ihre Gaben und Talente zu entdecken, zu entwickeln und einen guten Start ins Leben zu finden.

Blick auf den Brunnen im Central YMCA Bo

In Rahden selbst kümmern sich Ehrenamtliche des CVJM engagiert und kompetent um Flüchtlinge, die ihrer Stadt zugewiesen wurden.

Auch die Ausbildungsstätte der Südregion des YMCA für Bürokräfte in Bo residierte lange Jahre in einem angemieteten Gebäude. Auch hier wurde der Mietvertrag gekündigt. Da hatten die Verantwortlichen aber schon ein brauchbares Grundstück erworben. In zwei Bauabschnitten wurde das Hauptgebäude errichtet.

Erweitungsbau

Heute finden sich unter einem Dach die Berufsausbildung, eine Schule und das Büro von Solomon Ernest, dem YMCA-Sekretär der Region.

Da aber Schulen in ihrer Startphase die Angewohnheit haben zu wachsen, reichten die Räume nicht mehr aus. Also wurde mit Eigenmitteln das Fundament für einen zweistöckigen Erweiterungsbau errichtet.

Der Erweiterungsbau ist noch nicht fertig gestellt, trotzdem werden die Räume schon genutzt

Hier helfen schon seit einiger Zeit u. a. CVJMer aus dem Kreisverband Köln, dass das Gebäude stetig wachsen kann. Das Erdgeschoss wird bereits kräftig für Schulunterricht genutzt. Selbst im Rohbau des ersten Stocks finden jeden Sonntag Gottesdienste statt.

Christian Kamara, Edna Boima und Solomon Ernst (v. l.)

Wen wundert’s, dass sich ob dieser tollen Entwicklung die beiden Hauptamtlichen des YMCA, der Generalsekretär Christian Kamara und Solomon Ernst von der Region mit einem köstlichen Essen der Vorsitzenden Pastorin Edna Boima stärken lassen.

Eckard M. Geisler, Bundessekretär für Weltdienst und internationale Beziehungen, CVJM-Westbund

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