„Mein Praktikum hat meinen Blick in die Welt geweitet“

Marie Schneider, Studentin an der CVJM-Hochschule, berichtet von ihrem Praxissemester in der Saint Saviour’s Church in Nottingham, England:

Marie Schneider

Marie, wo warst du im Praxissemester? Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden?

Ich war in meinem Praxissemester für sechs Monate in der Saint Saviour’s Church in Nottingham, England. Zusammen mit der Salvation Army haben wir uns für die Menschen im Stadtteil „The Meadows“ eingesetzt.

Durch einen CVJM-Kontakt aus meinem Bundesfreiwilligendienst hat sich diese wunderbare Möglichkeit eröffnet.

Welchen Aufgaben bist du dort nachgekommen?

Durch den außergewöhnlichen Ort waren die Aufgaben sehr vielfältig. Ich gehörte zum Team aller regelmäßig stattfindenden Gruppen. Die Vorbereitung, Unterstützung und auch mal Leitung der einzelnen Gruppen füllten meine Woche.

Auch administrative Aufgaben, Teammeetings, Mitwirkung im Gottesdienst und Kindergottesdienst sowie das Organisieren von Veranstaltungen gehörten zu meinen Aufgaben.

Was hat dir am meisten Freude bereitet?

Ich bin sehr dankbar, dass ich mich gleich nach ein paar Wochen als vollwertiges Mitglied des Teams fühlen konnte. Gemeinsame Ziele zu haben, motiviert mich in meiner Arbeit.

Einblick in die Arbeit der Eden Church

Außerdem habe ich es als sehr wertvoll erfahren, Verantwortung zu übernehmen und größere Veranstaltungen zu organisieren. Auch die Neugründung einer Girls Group und an allen Prozessen dafür beteiligt zu sein, fand ich sehr spannend.

Generell hat mir die Arbeit mit Kindern und das Sehen, wie sich Beziehungen dadurch entwickeln, viel Freude bereitet.

Was war deine größte Herausforderung?

Eine meiner größten Herausforderungen war es, mutig und selbstbewusst zu sein, wenn ich Gruppen leiten musste, obwohl ich noch nicht sicher in der Sprache war.

Eine weitere große Herausforderung war, nicht wie erwartet die Kultur der Briten, sondern die Kultur von „The Meadows“ – einem Viertel mit einem schlechten Ruf, hoher Arbeitslosigkeit und zerbrochenen Familien, was sich oft in einer Alles-Egal-Einstellung und Hoffnungslosigkeit geäußert hat.

Es ist einfach anders, als ich Leben vorher erlebt habe und hat definitiv meinen Blick in die Welt geweitet.

Marie Schneider bei der Arbeit

Kannst du dir vorstellen, dieser Aufgabe auch hauptberuflich nachzugehen?

Ja, das kann ich. Mir gefällt der Gedanke, als Teil von einem Team für verschiedene Bereiche innerhalb der Gemeinde verantwortlich zu sein.

Allerdings kann ich mir momentan noch nicht vorstellen, eine Gemeinde wie diese zu leiten und über nahezu alles den Überblick zu haben und alles zu koordinieren.

Der Praktikumsaufenthalt von Marie Schneider in England wurde aus PROMOS-Mitteln des DAAD-Programms (Deutscher Akademischer Austauschdienst) gefördert.

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