„Evangelische Hochschulen – WertEvoll studieren“: Interessensvertretung evangelischer Hochschulen

Die „Konferenz der Rektorinnen und Rektoren sowie Präsidentinnen und Präsidenten der Evangelischen Fachhochschulen/Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland“ (REF) hat auf ihrer Sitzung am 10. Mai einstimmig  Prof. Dr. Andreas Theurich (Hamburg) für zwei Jahre zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Gemeinsam mit den stellvertretenden Vorsitzenden, Prof. Dr. Renate Kirchhoff (Freiburg) und Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt (CVJM-Hochschule Kassel), wird der neue Vorstand zunächst die bereits beschlossene Gründung eines gemeinnützigen eingetragenen Vereins umsetzen und die inhaltlichen Schwerpunkte der nächsten Jahre festlegen müssen.

Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt, Rektor der CVJM-Hochschule und stellvertretender Vorsitzender der REF

Die REF versteht sich als gemeinsame Interessensvertretung der in Größe, Trägerschaft und inhaltlichen Schwerpunkten sehr unterschiedlichen 13 evangelischen Mitgliedshochschulen. Die meisten Hochschulen sind in den 1970er Jahren entstanden, mehrere Hochschulen sind auch jüngeren Datums. Sie alle bieten in gestuften Studienmodellen (Bachelor/Master) ein breites Fächerspektrum im Bereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege, Religions- und Gemeindepädagogik sowie Diakoniewissenschaft und Praktische Theologie an.

Das spezifische Selbstverständnis Evangelischer Hochschulen für angewandte Wissenschaften bezieht sich auf die protestantische Bildungstradition, das christliche Menschenbild aber auch die gesellschaftliche Verantwortung von Kirche und Diakonie in einer pluralistischen Welt. Die Thematisierung von Menschenwürde und Menschenrechten gehört ebenso unabdingbar in die verschiedenen Curricula wie die Bildung ethischer Urteilsfähigkeit, die Übernahme von Verantwortung und die Bereitschaft zur Selbstreflexion auch im Blick auf die eigene religiöse Sozialisation.

Als einzige der privaten Hochschulen im Kontext der evangelischen Hochschulen ist die CVJM-Hochschule Kassel Mitglied der REF.

Forschung und Lehre sind an Evangelischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften eng verknüpft. Forschungsprojekte beziehen sich in der Regel auf konkrete gesellschaftliche und soziale Problemstellungen und/oder auf ethische Fragestellungen der Bildung, des Sozial- und  Gesundheitswesens und/oder der Kirche und Diakonie.

Evangelische Hochschulen bieten dabei einen öffentlichen Diskursraum, der Kontaktflächen auch zu religiösen Fragestellungen ermöglicht, wie sie so in der Regel an staatlichen oder privaten Hochschulen nicht zu finden sind.

Es bestehen bei allen Evangelischen Hochschulen enge regionale Netzwerke und Kooperationen mit Trägern der Diakonie, der Kirche oder freien und staatlichen Trägern. Lehre, Forschung und Entwicklung sowie Weiterbildung werden dialogisch gestaltet, mit vielen Trägern aus Diakonie und Kirche bestehen Praktikumsvereinbarungen.

Die REF steht in engem Kontakt zur ökumenisch zusammengesetzten „Rektorenkonferenz der kirchlichen Hochschulen in Deutschland“ (RKHD) http://www.rkh-d.de/  und zur Hochschulrektorenkonferenz Deutschlands (HRK) https://www.hrk.de/ , die meisten der Mitgliedhochschulen gehören zugleich diesen Konferenzen an.

Die REF präsentiert sich mit ihren Mitgliedshochschulen unter dem Motto, „Evangelische Hochschulen – WertEvoll studieren“, auch beim Kirchentag 2017 in Berlin auf dem Markt der Möglichkeiten.

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