Aktion Hoffnungszeichen schafft Zukunftschancen für Kinder in Lateinamerika

Am 28. und 29. April feierte der YMCA Dominikanische Republik seinen 50. Geburtstag. Als langjähriger Projektpartner war auch der CVJM Deutschland zu den Feierlichkeiten eingeladen. So hatte ich die Möglichkeit, noch vor meinem offiziellen Dienstantritt als Referentin Aktion Hoffnungszeichen unsere Projektpartner in der Dominikanischen Republik zu besuchen.

Der YMCA Dominikanische Republik feiert seinen 50. Geburtstag

Gleich am Morgen nach meiner Ankunft ging es auf zur Projektbesichtigung. Gemeinsam mit Rogelio Cabrera, dem lokalen Projektleiter fuhren wir zur Schule „Los Angeles“. Die Schule befindet sich in einem Außenbezirk der Hauptstadt Santo Domingo, ca. 30 Minuten Autofahrt vom Zentrum entfernt.

Im Gespräch mit Projektleiter Rogelio Cabrera und einer Mutter

Aktion Hoffnungszeichen unterstützt die Schule seit mehr als zehn Jahren mit Stipendien für Kinder aus sozial benachteiligten Familien. In dem Zentrum werden schon die Kleinsten ab drei Jahren betreut und Kinder bis 14 Jahren erhalten die Möglichkeit, eine schulische Grundausbildung zu erlangen.

An der Schule angekommen, wurde ich herzlich von den Kindern empfangen. Rogelio zeigte mir die Räumlichkeiten und stellte mich den einzelnen Klasen vor. In einer dritten Klasse wurde ich gleich zum Tanzen aufgefordert, was mich dann nicht nur aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ganz schön zum Schwitzen brachte.

Die Schüler der dritten Klasse vom Zentrum Los Angeles beim Tanzen

Vor allem für viele alleinerziehende Mütter sind die Stipendien die einzige Chance, ihren Kindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen. In persönlichen Gesprächen bedankten sich einige Mütter noch einmal ausdrücklich für die Unterstützung durch Aktion Hoffnungszeichen.

Innenansicht der Basilica Menor de la Virgen de la Anunciación

Der darauffolgende Tag stand dann ganz im Zeichen der offiziellen Jubiläumsfeierlichkeiten.  An diesen nahmen auch Delegationen von den YMCAs Brasilien, Uruguay, Kolumbien, Chile und Peru teil. Morgens fand ein festlicher Gottesdienst in der Basilica Menor de la Virgen de La Anunciación, der ältesten Kathedrale Lateinamerikas statt.

Schüler von Los Angeles tragen YMCA-Flagge zum Altar

In die Zeremonie waren die Schüler aus verschiedenen YMCA-Schulen aktiv eingebunden und ich erkannte einige bekannte Gesichter von meinem Projektbesuch am Vortag wieder.

Andrés Fortunato überreicht Auszeichnung für Aktion Hoffnungszeichen

Beim offiziellen Gala-Dinner am Abend ehrte Andrés Fortunato, Generalsekretär des YMCA Dominikanische Republik, Mitarbeitende und langjährige Unterstützer.

Ich durfte stellvertretend eine Auszeichnung für die Unterstützung des Schulzentrums Los Angeles durch Aktion Hoffnungszeichen entgegennehmen.

Der zweite Teil meiner Reise führte mich vom 2. bis 6. Mai nach Haiti, wo ich bei der Konferenz der Latin American and Caribbean Alliance of YMCAs (LACA) in der Hauptstadt Port-au-Prince teilnahm.

Straßenmarkt in der Grenzregion

Für die Reise von Santo Domingo nach Port-au-Prince hatte Andrés Fortunato extra einen Bus für uns organisiert. Als Reisezeit waren sechs Stunden eingeplant, aufgrund der langwierigen Grenzkontrollen und des starken Regens kamen wir jedoch erst nach 13 Stunden an unserem Ziel an. Die ungeplante Verzögerung war für uns aber eine gute Gelegenheit, erste Eindrücke von Land und Bewohnern zu gewinnen (wenn auch nur aus dem Busfenster heraus).

Freiwillige des YMCA Haiti berichten von ihrem Engagement

Die LACA-Konferenz, deren Programm am nächsten Tag startete, widmete sich inhaltlich den Sustainable Development Goals (SDGs) und lud die teilnehmenden YMCAs dazu ein, vorzustellen, inwieweit sich die SDGs in ihren Projekten und Programmen wiederspiegeln. Gloria Hidalgo, unsere Projektpartnerin aus dem YMCA Bogotá, stellte dabei ihr Programm zur Friedensarbeit vor und griff damit das SDG 16 „Frieden und Gerechtigkeit“ auf.

Das Konferenzprogramm bot außerdem die Gelegenheit, die Arbeit des YMCA Haiti besser kennenzulernen.  Bei einer Besichtigung der Zentrale des YMCA Haiti stellte Programmleiter Dorly Oriol die „POTEKOLE-Stipendien“ vor.

Regen in Port-au-Prince

Mit „POTOKOLE“ unterstütz der YMCA Haiti seit über zehn Jahren die Schulausbildung von Kindern, die gute schulische Leistungen zeigen, deren Eltern sich aber den Schulbesuch der Kinder nicht leisten können. Das Projekt wird ebenfalls von Aktion Hoffnungszeichen unterstützt und hat auch schon viele Jugendliche motiviert, sich als Freiwillige im YMCA zu engagieren und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.

Nach all diesen vielen spannenden Begegnungen und neuen Eindrücken ging es am Tag darauf schon wieder zurück nach Deutschland.

Die Teilnehmer der LACA-Konferenz

Die Reise war für mich eine wunderbare Möglichkeit, persönliche Kontakte zu unseren lateinamerikanischen Partnern zu knüpfen, die landesspezifischen, unterschiedlichen Schwerpunkte der YMCAs kennenzulernen und gleich in die Projektarbeit von Aktion Hoffnungszeichen einzutauchen.

Wir freuen uns über Spenden für die beiden Aktion-Hoffnungszeichen-Projekte in Haiti und in der Dominikanischen Republik über www.cvjm.de/spenden oder unter:

Empfänger: CVJM Deutschland
IBAN: DE05 5206 0410 0000 0053 47
BIC: GENODEF1EK1
Bank: Evangelische Bank
Verwendungszweck:

  • Projektnummer 42230 für das Projekt in der Dominikanischen Republik
  • Projektnummer 42181 für das Projekt in Haiti

Fußgänger nach dem Regen

Weitere Informationen zu Aktion Hoffnungszeichen sind unter www.cvjm.de/hoffnungszeichen abrufbar.

Carina Rösch, Referentin Aktion Hoffnungszeichen

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