Äthiopien leidet unter großer Dürre

EJW-Weltdienst bittet um Spenden für bedürftige Kinder

In Äthiopien droht nach Einschätzung von Experten eine große Hungersnot. Die Vereinten Nationen sprechen von der schwersten Dürre seit 30 Jahren. Am Horn von Afrika, das häufig von Dürren heimgesucht wird, spitzt sich in diesen Monaten die Lage durch Ernteausfälle zu.

Das Internationale Rote Kreuz verteilt Lebensmittel an Menschen, die von der Dürre in Äthiopien betroffen sind Foto: Margret Illi - EJW-Weltdienst

Das Internationale Rote Kreuz verteilt Lebensmittel an Menschen, die von der Dürre in Äthiopien betroffen sind
Foto: Margret Illi – EJW-Weltdienst

Harald Metzger, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (EJW) und erst vor wenigen Tagen aus Äthiopien zurückgekehrt, sieht die Entwicklung mit großer Sorge. Er berichtet, dass im Land Hilfskonvois mit Getreide und Viehfutter zu sehen sind – teils mit WHO- und UN-Kennzeichnungen. In den Gebieten zwischen Awasch und Dire Dawa konnte er auch die Verteilung von Getreide an Nomaden beobachten. In Äthiopien, dem bevölkerungsmäßig zweitgrößten Land Afrikas, werden nach Medienberichten und Schätzungen der UN in diesem Jahr acht bis zehn Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfe angewiesen sein. Ursache der sich abzeichnenden Katastrophe ist das globale Wetterphänomen „El Niño“, das sich Ende 2015 – dem wärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – so stark zusammengebraut hat wie selten zuvor.

Soforthilfe für die Verteilung von Lebensmitteln

Vor diesem Hintergrund hat sich der YMCA Äthiopien kurz vor Weihnachten an das EJW gewandt und um finanzielle Unterstützung gebeten. Tezera Woldemedhin, der scheidende Generalsekretär der dortigen Jugendorganisation, bittet den Partner EJW-Weltdienst um dringende Unterstützung. Die äthiopische Regierung habe begonnen, Hilfsmaßnahmen einzuleiten und große Mengen an Lebensmitteln ins Land zu transportieren. „Wir als YMCA/CVJM möchten einen Beitrag leisten, um hungernde Menschen mit Lebensmitteln zu unterstützen. Diese möchten wir vor allem bedürftigen Kindern zur Verfügung stellen“, teilte er mit. Die örtlichen YMCA-Vereine werden in den betroffenen Hungergebieten vor allem im Norden des Landes in enger Kooperation mit den örtlichen Regierungsstellen Lebensmittel kaufen und verteilen. Als Soforthilfe hat der EJW-Weltdienst 10.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Eberhard Fuhr (EJW)

Weitere Informationen dazu, wo gespendet werden kann, findet ihr hier.

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