Schöne Farben und guter Unterricht – Die YMCA-Schule in Mpraeso

In einem neuen Blogbeitrag berichtet Eckard M. Geisler, Bundessekretär für Weltdienst und internationale Beziehungen des CVJM-Westbunds von der Arbeit des YMCA in Mpraeso in Ghana:

Einige der YMCA-Ortsvereine in Ghana, Westafrika, liegen an wunderschönen, bemerkenswerten Orten. Einer davon ist der YMCA in Mpraeso auf der Kwahu-Hochebene hinter dem Kwahugebirgskamm. An dessen Fuß liegt Nkawkaw, weil sich hier Handelsstraßen kreuzen, ist es zu einer großen Marktstadt angewachsen.

Der YMCA in Mpraeso liegt nahe der großen Marktstadt Nkawkaw

Der YMCA in Mpraeso liegt nahe der großen Marktstadt Nkawkaw

Von der Afram-Ebene im Osten kreuzen jede Menge Laster den Kwahu-Kamm. Sie sind schwer beladen mit Holzkohle für die Großstadt Accra. Und die fahren dann im ersten Gang Reifenumdrehung um Reifenumdrehung langsamst die steile Serpentinenstraße zu Tale, um auf den Accra-Highway zu gelangen. Und da sieht man schon abenteuerliche Gefährte! Und es ist nicht nur Holzkohle, die hier mitfährt…

Schließlich in Mpraeso angekommen, staunen wir nicht schlecht, denn die beiden YMCA-Schulgebäude sind sehr schön mehrfarbig gestrichen worden und sehen sehr attraktiv aus. Begonnen hatte diese Schule mit einem Kindergarten, den der CVJM Erndtebrück finanzierte, daraus erwuchs dann die Schule und der Erweiterungsbau wurde erforderlich. Ein drittes Gebäude ist im Entstehen. Da die Verantwortlichen eher daran interessiert sind, ausreichenden Raum für die anwachsenden Klassen zu schaffen, hatte ein Schönheitsanstrich keine Priorität.

Die Schulgebäude des YMCA in Mpraeso erstrahlen in neuen Farben

Die Schulgebäude des YMCA in Mpraeso erstrahlen in neuen Farben

Einer prominenten Frau, die aus Mpraeso stammt, stach dieser Zustand kürzlich ins Auge. Durchaus gut betucht, gab sie dem YMCA zweckgebunden das Geld, um dem Gebäudekomplex ein ansehnliches „Kleid“ zu verpassen. Das ist schon eine durchaus bemerkenswerte Aktion, denn sie zeigt, wie hoch doch Leute vor Ort die Schule einschätzen und sie als eine lokale Initiative sehen.

Weil die beiden festen Gebäude für all die Klassen nicht ausreichen, hat man Holzbaracken errichtet.

Ein weiterer Neubau entsteht

Ein weiterer Neubau entsteht

Doch das kann kein Dauerzustand sein. Gerne möchte man den Kindergarten aus dem ersten Gebäude in neue Räume umsiedeln, weil man für die Lehrer und eine Bibliothek Platz braucht, daher nun die Anstrengungen für das dritte Schulgebäude. Da es am Hang liegt, ist das Basement für Klassenräume nutzbar. Und jetzt ist man ganz stolz, dass die Decke auf dem Erdgeschoss fertig gegossen ist. Das ist mit finanzieller Hilfe vom CVJM Essen-West möglich geworden. Nun kann der Innenausbau beginnen: das Verputzen der Wände, der Einbau von Fenstern und Türen! Nun wird es nicht mehr lange dauern, bis der Kindergarten umziehen kann. Das wäre dann ein erheblicher Schritt vorwärts.

Es ist toll, dass die Schule in schönen Farben erstrahlt und repräsentativ ist. Doch viel wichtiger ist, was drinnen läuft, nämlich die Qualität der Lehrer und des Unterrichts. Und da kann sich die YMCA-Schule in Mpraeso durchaus sehen lassen. Von 44 vergleichbaren im Schuldistrikt hat sie als beste abgeschnitten.

Eckard M. Geisler, Bundessekretär für Weltdienst und internationale Beziehungen, CVJM-Westbund

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